Mülheim verändert sein Gesicht

In Mülheim hat die Erneuerung von Wasser- und Kanalleitungen begonnen. Mit dem daran anschließenden Ausbau der Hauptverkehrsader wird sich das Gesicht des Ortes in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

Mülheim. Von den ersten Arbeiten entlang der Mülheimer Moselstraße haben nur wenige Leute etwas mitbekommen. Dabei war der Durchstoß der B 53 zum Hotel "Weißer Bär" ein bedeutsamer Schritt der Arbeiten. Die nun in der Hauptstraße angelaufene Verlegung von neuen Wasser- und Kanalleitungen (der TV berichtete mehrfach) fällt jedoch umso mehr ins Auge. Die bis zu vier Meter tiefen Löcher, die dort klaffen, sind unschwer zu übersehen. Ausgehend von der Kreuzung Bergweg arbeiten sich die Maschinen vor bis zum Brückenkopf sowie an diesem vorbei bis zum Abzweig Veldenzer Straße. Während die Wasserleitungen entlang der Strecke komplett erneuert werden, wird der Kanal nur nach jeweiliger Notwendigkeit repariert. Für die Zeit des Mülheimer Marktes, der Anfang August stattfindet, soll die Strecke jedoch provisorisch hergerichtet werden, so dass der Umzug fast wie gewohnt - lediglich über eine Schotterstrecke - passieren kann.

Mit dem Ausbau von Straßen und Gehwegen wird es dann erst Mitte bis Ende August weitergehen. Denn die Betriebsferien des beauftragten Tiefbauers überschneiden sich passgenau mit dem Termin des Volksfestes. "Das hat sich gerade gut getroffen", freut sich Ortsbürgermeister Horst Faust, dass der Markt voraussichtlich kaum beeinträchtigt werden wird. Der Umfang der Arbeiten mache deutlich, dass Mülheim nicht nur eine "Verkehrszentrale" sei, sondern auch eine "Zentrale für Wasser". Denn in der Moselgemeinde laufen die Abwässer aus Veldenz, Burgen, Brauneberg und Wintrich zusammen, um dann zur Kläranlage auf der anderen Moselseite gepumpt zu werden.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt der für die gesamte Ortsdurchfahrt anstehenden Arbeiten belaufen sich allein für die Werke der Verbandsgemeinde auf rund 300 000 Euro. Die Gemeinde investiert darüber hinaus mehr als 400 000 Euro in den Straßen- und Gehwegausbau. Allerdings steuern dazu auch die Bürger ihren Teil bei. Über wiederkehrende Beiträge werden alle Mülheimer Grundeigentümer mit 60 Prozent der Kosten belastet.