Müllgebühren im Kreis Bernkastel-Wittlich sollen steigen

Kostenpflichtiger Inhalt: Abfallentsorgung : Die Müllabfuhr soll künftig teurer werden im Kreis Bernkastel-Wittlich

Zum 1. Januar 2020 sollen die Gebühren für die Abfuhr und Entsorgung von Restabfall steigen, die Tonnen sollen 13 statt bisher zwölf Mal abgeholt werden. Das sieht die Gebührensatzung des Zweckverbands vor.

Die Gebührenstruktur für die Abfallentsorgung ab dem 1. Januar 2020  war eines der Themen auf der Verbandsversammlung des ZweckverbandsAbfallwirtschaft in der Region Trier (ART) am Donnerstagabend. Die Struktur soll so die Empfehlung des Verbands an die Landkreise und die Stadt Trier, im gesamten Gebiet des ART, das neben dem Kreis Bernkastel-Wittlich die Stadt Trier, den Kreis Trier-Saarburg, den Eifelkreis Bitburg-Prüm und den Vulkaneifelkreis umfasst, nach und nach angepasst werden. Für Bernkastel-Wittlich würde sich ab Januar folgendes ergeben:

Gebühren: Standardmäßig werden die Restmüll-Tonnen künftig 13 Mal im Jahr geleert statt wie bisher zwölf Mal. Bis zum 31. Dezember beträgt die Jahresgrundgebühr für eine 80-Liter-Restmülltonne  inklusive zwölf Leerungen 110,40 Euro, bei 13 Leerungen sind es 115,20 Euro.

Ab dem 1. Januar 2020 steigt die Grundgebühr: Bei 13 Leerungen beträgt sie 124,67 Euro  und erhöht sich damit um rund acht Prozent. Für 120-Liter-Restabfallbehälter steigt die Grundgebühr von 138 Euro (bei zwölf Leerungen) beziehungsweise 144 Euro (13 Leerungen) auf 171,58 Euro, was 19 Prozent entspricht.  Für 240-Liter-Tonnen fallen künftig 290,06 Euro Jahresgrundgebühr an statt wie bisher bei zwölf Leerungen 224,40 Euro beziehungsweise 235,20 Euro bei  13 Leerungen. Das ist eine Steigerung um 23 Prozent.

Jede zusätzliche Leerung der Restmülltonne zu den künftig in der Grundgebühr enthaltenen 13  Abholungen kostet 9,15 Euro für einen 80-Liter-Behälter statt wie bisher 4,80 Euro, 10,50 Euro für eine 120-Liter-Tonne (bisher sechs Euro) und 13,82 Euro für eine 240-Liter-Tonne (10,80 Euro).

Bisher lassen die Bürger im Kreis, so der ART, ihre Restabfall-Tonnen (80, 120 oder 240 Liter) durchschnittlich 14 Mal pro Jahr leeren. Wenn also ein Haushalt eine 120-Liter-Tonne für den Restabfall hat und diese statt der 13 inkludierten Leerungen im Jahr 14 Mal abholen lässt, kommt eine Gebühr von jährlich 182,08 Euro zusammen.

Das ist in der Gebühr enthalten: Die 13-malige Leerung  der Restabfallbehälter ist in der Grundgebühr abgedeckt. So lässt sich über das Jahr gesehen ein Vier-Wochen-Rhythmus einhalten. Ebenfalls inkludiert ist die Sperrmüllabholung an vier Terminen pro Jahr, die Problemabfallentsorgung, die Abgabe von Grüngut an den jeweiligen Annahmestellen, die Abholung des Papiermülls in der Blauen Tonne alle vier Wochen und die Abgabe von Bioabfällen an den jeweiligen Sammelstellen (Biotüte).

Wer bekommt welche graue Tonne: Haushalte bis vier Personen bekommen standardmäßig eine 80-Liter-Tonne, Haushalte mit fünf bis sechs Personen 120-Liter-Behälter, Wohneinheiten mit sieben bis zehn Personen eine 80-Liter- plus eine 120-Liter-Tonne und Häuser mit elf bis zwölf Bewohnern 240-Liter-Tonnen. Die Berechnungsgrundlage  liegt bei zehn Litern Restabfall pro Person und Woche bei zweiwöchiger Abfuhrmöglichkeit.

Bisher lag das Mindestvolumen für Haushalte mit bis zu zwei Personen bei 80 Litern, Drei- bis fünf-Personen-Haushalte bekamen eine 120-Liter-Restabfalltonne und Haushalte mit sechs bis acht Bewohnern eine 240-Liter-Tonne.

Derzeit sind 20 Prozent aller Müllbehälter  im Kreis 80-Liter-Tonnen, 60 Prozent fassen 120 Liter, 19 Prozent 240 Liter und ein Prozent der Behälter fassen 1100 Liter oder mehr.

Wie geht es weiter: Die neue Gebührenstruktur wird, vorausgesetzt die Versammlung, die bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet war, hat den neuen Gebührensätzen zugestimmt,  auf Kreisebene am Montag, 12. August, im  Ausschuss für Umweltschutz, Abfall- und Energiewirtschaft besprochen. Anschließend ist sie eine Woche später Thema im Kreisausschuss sowie im Kreistag am Montag, 26. August. Abschließend wird die ART-Zweckverbandsversammlung am 17. September die neuen Satzungen absegnen.

Die Entscheidung zu diesem späteren Termin ist unter anderem nötig, weil sich noch nicht alle Gremien bis zum vergangenen Donnerstag konstituiert hatten.

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