Musik für bewegende Ziele

Der Musikverein Altrich hat 150 Gäste im Kloster Machern für einen guten Zweck mit Musik unterhalten, die unter die Haut ging. Ziel der Benefizveranstaltung war es, Stifter zusammenzubringen. Dafür gab es im Vorfeld einen Empfang.

Bernkastel-Kues/Wehlen/Altrich. Helfen nicht nur hier und jetzt, sondern auch künftigen Generationen. Das ist das Anliegen von Stiftern. Egal, ob sie eine eigene Stiftung gründen oder gezielt zustiften oder spenden. "Stiftungen helfen schon heute, sind aber vor allem Vorsorgewerke für die Menschen in der Zukunft", betont Winfried Görgen, Leiter des Stiftungszentrums des Bistums Trier. Die Geschäftsstelle der Stiftung Menschen in Not, der Bischof-Stein-Stiftung und einer stattlichen Reihe von Treuhandstiftungen berät Stifter und bringt sie zusammen. So wie nun anlässlich eines Benefizkonzertes, das erstmals im ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster Machern stattfand.
Gastgeber waren das Stiftungszentrum in Zusammenarbeit mit der Caritas-Stiftung Mosel-Eifel-Hunsrück, unterstützt vom Musikverein Altrich. Das mehrfach ausgezeichnete Orchester entführte zu einer musikalischen Reise "Vom Land der Fantasie in die Welt des Films". 150 Besucher ließen sich verzaubern von Musik wie "The Witch and the Saint", ein Mittelalter-Drama, "Toyland Suite" oder "Moments of Morricone".
Prälat Franz Josef Gebert, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Trier, lobte die Kooperation. Das oberste Gebot ist für Görgen neben der Nachhaltigkeit, dass Stiftungen mit unterschiedlichen Anliegen bei möglichst vielen Menschen Gehör finden. Im Ausland gebe es große Not und auch in der Region werde es zunehmend wichtiger, "präsent zu sein". Das Stiftungszentrum unterstütze Familien, darunter viele alleinerziehende Mütter. Eine unerwartete Ausgabe wie die Reparatur einer Waschmaschine könne zur Katastrophe führen. Das spornt die Altricher Musiker an. Oft brauche es ja nur kleine Dinge, um Menschen auf die Beine zu helfen, weiß Dirigent Rainer Serwe. Der Verein steht dem Bistum nahe, so Vorsitzender Johannes Kappes, der dabei auf Einsätze bei Fronleichnamsprozessionen am Dom zurückdenkt.
Vor dem Konzert, dessen Erlös für Menschen im Raum Mittelmosel sowie für katholische Jugendarbeit bestimmt ist, waren Stifter zu einem Empfang geladen. Das von Alexa Fischer geleitete Puppen- und Ikonenmuseum des Hofguts Stift Kloster Machern war geöffnet. Gäste wie der frühere ADD-Präsident Josef Peter Mertes trafen dort auf Vertreter von Stiftungen und Politik. Besucherin Sigrid Hübner-Bußmer begrüßte die Veranstaltung als ein in der Region seltenes Angebot. "Auch bei uns gibt es Not", sagte die Wittlicherin. Stadtbeigeordnete Elfriede Marmann ist überzeugt, dass Benefiz-Termine an Bedeutung gewinnen: "Wir haben viel Armut - aber Gott sei Dank auch die Stiftungen, die aber nicht alles auffangen können." urs
Wer Stifter werden, zustiften oder spenden möchte, kann sich an das Stiftungszentrum wenden. Kontakt der Geschäftsstelle der Stiftung Menschen in Not, Caritas-Stiftung im Bistum Trier, und der Bischof-Stein-Stiftung sowie von 46 zugehörigen Treuhandstiftungen: <%LINK auto="true" href="http://www.stiftungszentrum-trier.de" class="more" text="www.stiftungszentrum-trier.de"%> , Telefon 0651/1451957-0.