Musikalisches Potpourri

Viel zu hören gab es beim Muttertagskonzert der Winzerkapelle Enkirch in der evangelischen Kirche. Von Filmmusik bis hin zu Rock&Pop und Deutschrock war alles dabei.

Enkirch. (red) Wenn es ein europäischer Komponist geschafft hat, sich im internationalen, von Hollywood dominierten Filmmusik-Geschäft einen Namen zu machen, dann Ennio Morricone.

Mit "Moment for Morricone" eröffnete die Winzerkapelle den offiziellen Teil ihres Muttertagskonzerts und setzte direkt zu Beginn des Konzertes einen gelungenen Auftakt, unterstützt durch den Gesang der Solistin Stephanie Zang. Gleichzeitig wurden per Beamerpräsentation passende Filmszenen gezeigt, so dass die Zuhörer sich auch visuell in die Zeit der "Italo-Western der 60er Jahre" zurückversetzen lassen konnten.

Für seine Kompositionen erhielt John Barry mehrere Oscars und Grammys. Deshalb spielte die Kapelle anschließend "Dances with Wolves" aus dem Film "Der mit dem Wolf tanzt".

Als musikalisches Intermezzo stand nun der Auftritt des gemeinsamen Jugendorchesters der Winzerkapelle Enkirch und des Musikvereins Traben-Trarbach unter der Leitung von Thomas Daun an. Mit den Stücken "Pippi Langstrumpf", "Asia Rock" und "Der lustige Winzer" überzeugten die Jugendlichen und durften erst nach der Zugabe "Sweet Caroline" die Bühne verlassen.

Mit dem Stück "Des Großen Kurfürsten Reitermarsch" eröffnete die Winzerkapelle den nächsten Themenblock "Militärmusik" und stellte so erneut ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Zu den ersten schriftlichen Zeugnissen der Marschmusik gehört eine Melodie, die der "Alte Dessauer", Fürst Leopold von Dessau, aus Italien mit nach Hause brachte. Als Solist überzeugte Dirigent Detlev Jungfleisch und ließ zusammen mit der Winzerkapelle die alte Kunst des Postenblasens wieder aufleben, indem beides miteinander kombiniert wurde: der Marsch als Refrain und die Trompetenposten als solistisches Paradestück.

Detlev Jungfleisch als Solist beim "Alten Dessauer"



Das Themengebiet "Rock und Pop" bildete den Abschluss des abwechslungsreichen Programms. Den Anfang machte ein Peter-Maffay-Potpourri, mit so bekannten Melodien wie "Josie", "Steppenwolf" und "So bist Du". Mit den Marius Müller-Westernhagen-Titeln "Sexy", "Freiheit", "Willenlos" und "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" näherte sich der Abend seinem Ende.

Langanhaltender Applaus und "Standing Ovations" der Zuhörer für die Akteure waren der "Lohn".

Als kleine Überraschung überreichten Jungmusiker am Ausgang einen süßen "Muttertagsgruß" an die Konzertbesucherinnen.