Musiker erreichen die Herzen

BISCHOFSDHRON. (jolo) Die monatelangen Vorbereitungen hatten sich wahrlich gelohnt. Riesenapplaus und positive Rückmeldungen zeigten, dass der Musikverein Hochwaldfreude Bischofsdhron bei seinem Adventskonzert in der St.-Paulinus-Kirche die Herzen der Blasmusikfans erreichte.

Wenn der stellvertretende Landesmusikdirektor der Region Trier, Rudolf Kronenberger, direkt nach dem Konzert und der stellvertretende Kreismusikverbandsvorsitzende Rudi Klein telefonisch ihre Begeisterung über ein musikalisches Event ausdrücken, dann muss das Konzert etwas ganz Besonderes gewesen sein.Alle Stücke perfekt einstudiert

Die an diesem Abend 34-köpfige Mannschaft der Hochwaldfreude Bischofsdhron verzauberte unter ihrem langjährigen "Teamchef" Alois Herborn ihre Zuhörer, die das Bischofsdhroner Gotteshaus fast bis auf den letzten Platz besetzten.Begrüßt wurden die Gäste vom Musikvereins-Vorsitzenden Christian Köhler, der sie aufforderte, bei Gefallen zu applaudieren. Dazu ließen sich die Musikfans, von Kerstin Felten durchs Programm geführt, nicht zweimal bitten und klatschten kräftig beim Vortrag der Jungbläser. Diese begannen eindrucksvoll das Musikereignis mit "Mambo Cha Cha" und "Jingle Bells". Die Bischofsdhroner Musiker suchten sich vom Komponisten Richard Wagner, der 1813 in Leipzig geboren wurde und 1883 in Venedig starb, die "Festmusik" aus. "Pavane" ist ein aus Italien stammender würdevoll geschrittener Hoftanz, der im 16. und 17. Jahrhundert nicht nur in seinem Stammland, sondern ebenfalls in Frankreich und Spanien sehr beliebt war. Der holländische Komponist und Musikprofessor Ted Huggens, als Gastdirigent in allen Kontinenten begehrt, packte den stolzen Vogel (Pavo kommt aus dem Spanischen und heißt Pfau) in die Musik "Pavane in Blue". Sylvia Anton mit der Trompete und Evi Anton am Alt-Saxofon unterstützten als Solistinnen die wunderschöne Melodie. Ob "Cantabile for Winds", das eine Herausforderung für das Hochwaldfreude-Orchester war, weil jeder Musiker behutsam und gefühlvoll mit der Tonerzeugung umgehen musste, das einfühlsame Liebeslied "The Rose", das Amanda McBroom vertonte und das Bette Midler sang, oder aber "One Moment in Time" von Whitney Houston - alle Stücke waren mit dem "Boss" Alois Herborn perfekt einstudiert worden.Marsch durfte nicht fehlen

Auch ein Marsch durfte nicht fehlen: "The Road to Chancellorsville" handelt vom amerikanischen Bürgerkrieg 1863. Dem imposanten Trommel- und Pfeifenklang konnten sich die Musikfans nicht entziehen. Ergänzt wurde das auf hohem Niveau stehende Adventskonzert von den zwei Musikstücken "Intrada" und "Pavane", die das Bläserensemble vortrug. Natürlich wurden Zugaben herbeigeklatscht. Eine davon war das unter die Haut gehende "Gloria in excelsis deo". Beim späteren Umtrunk erhielten die Akteure von den Zuhörern viel Lob. "Dies ist ein Grund, im nächsten Jahr ebenfalls ein Kirchenkonzert zu planen", sagte Christian Köhler.

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