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Musiker in Uniform spielen im Eventum für guten Zweck

Musiker in Uniform spielen im Eventum für guten Zweck

Der Reservistenmusikzug Trier hat im Wittlicher Eventum bei einem Benefizkonzert mit Märschen, klassischen Stücken und einem Glenn-Miller-Medley 250 Zuhörer begeistert. Der Erlös des Konzerts kommt dem Volksbund zugute, der fast 70 Jahre nach Kriegsende immer noch Soldatenschicksale aufklärt.

Wittlich. Musiker in Uniform - der Reservistenmusikzug Trier hat im Eventum in Wittlich ein Konzert gegeben, das die 250 Zuschauer sichtlich begeistert hat. Das mehr als 50 Musiker starke Ensemble stimmte Märsche an wie des Großen Kurfürsten Reitermarsch oder den Hohenfriedberger, der laut Moderator Karl Mutsch zum Repertoire zahlreicher Militärkapellen gehört. Dazu spielten der Reservistenmusikzug klassische Stücke wie The Widget Stallion. Doch auch populäre Stücke haben die Musiker bei einem Glenn-Miller-Medley angestimmt, in das Klassiker wie In the Mood, Moonlight Serenade oder Chattanooga Choo Choo eingeflossen sind.
Josef Heinz aus Greverath hat die Zusammenstellung der Musikstücke gut gefallen. "Eine schöne bunte Auswahl", sagt er. Der Wittlicher Otto Esch, der sich als Fan von Blasmusik bezeichnet, war von dem hohen Niveau des Orchesters sehr angetan. Ausgerichtet haben das Konzert die Reservistenkameradschaft Wittlich und die Kreisgruppe Eifel, der Volksbund und die Organisation Rückenwind, die Angehörige von Strafgefangenen betreut, die in der Wittlicher Justizvollzugsanstalt einsitzen.
"Wir arbeiten bei der Pflege der Kriegsgräber viel mit dem Volksbund zusammen", sagt Erhard Röder, Vorsitzender der Wittlicher Reservisten. Sowohl in Himmerod als auch in Frankreich sind die Reservisten regelmäßig unterwegs, um das Andenken an die gefallenen Soldaten zu bewahren.
Der rheinland-pfälzische Bürgerbeauftragte Dieter Burgard, Schirmherr der Veranstaltung, bedankte sich in seiner Ansprache bei den ausrichtenden Organisationen für ihr Engagement. Das Konzert bezeichnete er als musikalisches Festtagsmenü. "Respekt vor Ihrer Leistung", sagte er zu den Musikern der Trierer Reservisten. Zudem würdigte er die Leistung des Volksbundes, der jährlich nach wie vor Tausende Schicksale verschollener Soldaten aufklärt, sagte er. "Es ist für Angehörige schlimm, wenn diese nicht wissen, wo ein Mensch begraben liegt." cst