Geschichte : Musiker und Winzer

BERNKASTEL-WITTLICH (ca) Was geschah vor 20 Jahren? Ein Blick ins TV-Archiv gibt Aufschluss darüber:

Riesenglück in Lieser: Bei Arbeiten am Hochwasserschutzdamm stürzte ein 45 Tonnen schwerer Bagger um und prallte auf die vielbefahrene Landesstraße 47 und auf einen Gehweg. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Die Polizei sprach von einem Riesenglück. Der Bagger war mit seiner rechten Kette auf dem leicht abschüssigen ehemaligen Bahndamm in die aufgeweichte Erde eingesackt. Dann war der Koloss mit seiner sechs Tonnen schweren Bohrkrone umgekippt und auf die Moselstraße und einen Gehweg aufgeschlagen. Die Spitze habe bis in einen Hofraum hineingeragt.

Die Bergung dauerte fünf Stunden.

Blasorchester trommelt: Wie andere traditionelle Vereine plagten auch das Blasorchester Wittlich Nachwuchssorgen. Damit sich das wieder ändert, gingen der damalige Vorsitzende Karl-Heinz Musseleck und der damalige Dirigent Wilfried Hoffmann in die Offensive.

Mittlerweile hat sich eine andere Perspektive für das Blasorchester geöffnet: Seit vergangenem Jahr setzen die Musiker auf Kooperation: Erstmals spielte das Blasorchester 2019 sein traditionelles Neujahrskonzert mit dem Partnerverein aus Bergweiler. Die beiden weiterhin eigenständigen Vereine proben seit April 2018 gemeinsam.

Bierbrauer als Vorbild: Beim Weinbautag in Bullay war der frühere Weinbau-Staatssekretär Günter Eymael zu Gast. Er verdeutlichte unter anderem auch, dass viele Probleme des deutschen Winzerstandes gar keine wären, wenn sich die deutschen Weintrinker anders verhielten. „Die Deutschen sind tolerant und weltoffen und sie trinken alles. Die Franzosen trinken nur ihren eigenen Wein“, sagte er. Die Ursache sah Eymael in der Werbung. „Wir tun zu wenig für das Marketing.“ Die Bierbrauer setzten eine Vielfaches an Geld ein. Eymael: „Und die Verbraucher akzeptieren die Bierpreise.“ Zwar würden in Deutschland jährlich 30 Millionen Mark für die Weinwerbung aufgewendet, doch reiche das nicht aus. „Die Franzosen und Italiener laufen uns den Rang ab“, erklärte Eymael, „wenn wir nicht mehr Geld investieren, werden wir den Wettbewerb nicht gewinnen“.

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