Mut zum Ausprobieren

Eine alarmierende Zahl: Im Bereich um Morbach ist jeder dritte, wenn nicht sogar jeder zweite Unfall auf einen Zusammenprall mit einem Wildtier zurückzuführen - ein im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich hoher Anteil.

Lösungen, die diesen Wert mindern könnten, sind zu begrüßen. Umso unverständlicher bleibt es aber, dass selbst Feldversuche auf soviel Widerstand bei den zuständigen Behörden stoßen. Verständlich, dass sich Polizist Steffes ärgert: Lösungsansätze werden nicht angenommen, das Hilfsangebot Privater anscheinend nicht gefördert. Nachvollziehbar ist, dass der LSV nicht das Leben der Autofahrer leichtfertig riskieren wird - und den finanziellen Aspekt nicht außer Acht lässt. Nur: Blenden tut auch die späte Nachmittagssonne sowie die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge - es wird deswegen keiner auf die Idee kommen, das Fahren bei Dunkelheit oder Sonnenuntergang zu verbieten. Die einfachste Lösung obliegt aber nicht den Behörden, sondern dem Autofahrer im eigenen Interesse: Bei einem Vogel auf der Straße tritt jeder auf die Bremse. Die wenigsten gehen hingegen beim Schild "Achtung Wildwechsel" runter vom Gas. Schon das aber würde helfen, einen Zusammenstoß mit einem Tier zu verhindern. m.castro@volksfreund.de