Mutiges Vorgehen

Mit einem Aufruf, jeden Hundehalter anzuzeigen, der "seinen Köter unangeleint rumlaufen und scheißen lässt", hat sich Landscheids Orts-Chef Egon Birresborn weit aus dem Fenster gelehnt. Schließlich macht man sich in einem kleinen Dorf mit einem solchen Aufruf zum Denunzieren nicht unbedingt beliebt.

Doch Birresborn hat verstanden, dass es bei seinem Ehrenamt nicht darum geht, einen Beliebtheitspreis zu ergattern. Er beweist den Mut, für das Wohl der Mehrheit seiner Bürger auch unprominente Wege zu beschreiten und dafür seinen Kopf hinzuhalten. Statt nachts herumzuschleichen und anonym Anzeige zu erstatten, spricht Birresborn das leidige Thema und die entsprechenden Herrchen und Frauchen offen an. Mag der große Hundefreund damit auch den Hass einiger renitenter Herrchen und Frauchen auf sich gezogen haben. Der stille Dank der Bürger dürfte ihm sicher sein. Denn bei den teils recht rabiat auftretenden Hundehaltern verliert mancher den Mut, sich selber zu wehren. Anstatt die Hände in den Schoß zu legen, hat Birresborn mit seinem Aufruf einen Weg gefunden, der Lage wieder Herr zu werden. So viel Bürgersinn verdient ein Kompliment. d.schommer@volksfreund.de

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