Glaube im Alltag : Na ja, nun zieht mal aus!

Na ja, nun zieht mal aus“, möchten wir den Christen zurufen. Jesus hat ja auch zweiundsiebzig losgeschickt dorthin, wohin er selbst kommen wollte, als Botschafter.

Und er muss sich befähigt haben, viele gute Dinge zu tun, und sollten es ganz schlicht und einfach tun – nicht wie Pfarrer Schießler aus München sagt, der Autopark einer Bischofsversammlung ähnelte dem von Vorstandsvorsitzenden großer Konzerne, beispielhaft die Kleinwagen von Papst Franziskus und Kardinal Meisner.

Ausziehen – wie geht das? Schweige- und Protestmärsche von Christen in Wien, Thema: die weltweite, geradezu galoppierende Christenverfolgung in 144 Staaten der Welt, allein 1000 Inhaftierte in Pakistan wegen angeblicher Blasphemie aufgrund eines berüchtigten Paragrafen, ermordete Ordensfrauen in Zentralafrika und zahllose eingesperrte Menschen in China wegen ihres Glaubens an Jesus. Dort entstehen täglich zwei bis drei neue Hauskirchen. Oder da sind die Benediktinerinnen von Dinklage, die sich im Habit vor ein Polizeiauto setzen, um die ungerechte Abschiebung eines Menschen, dem sie Asyl gewährt haben, zu verhindern. Ja, ausziehen, den Mund auftun an meinem Arbeitsplatz, in meinem Seminar, in der Clique, am Stammtisch, bei einer Geburtstagsfeier, in einem beiläufigen Gespräch, bei einem Fußballspiel oder Gemeindetreff: nicht herumdiskutieren über die sogenannte Institution Kirche, vielmehr wie die zweiundsiebzig Jünger voller Freude berichten, erzählen, weitersagen, wie sehr Gott den Menschen liebt und etwas von dem Lachen Jesu mitbringen in unsere oft so hochgespielte Über-Ernsthaftigkeit. Viel Fröhlichkeit!