Nach Familiendrama in Wittlich-Wengerohr: Prozess beginnt

Nach Familiendrama in Wittlich-Wengerohr: Prozess beginnt

Ein 28-jähriger Mann aus Wengerohr muss sich ab heute vor dem Landgericht Trier verantworten. Er soll seine Frau in einem Streit Anfang März mit einem Küchenmesser so schwer verletzt haben, dass sie hätte sterben können. Anschließend soll er versucht haben, sich auf der Molesbachtalbrücke bei Riol umzubringen.

Wittlich-Wengerohr. Jenen Samstagabend, den 5. März, werden die Anwohner der Petrusstraße in Wengerohr nicht so schnell vergessen: Eine 25-Jährige, die mit ihrer Familie dort in einem Reihenhaus lebte, war bei einem Familienstreit von ihrem drei Jahre älteren Mann schwer verletzt worden. So zumindest steht es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Trier.Tiefe Schnittwunde


Ab heute muss sich der Mann vor dem Landgericht Trier deshalb verantworten.
Die Staatsanwaltsachft wirft dem Mann vor, in einem heftigen Streit seine Frau, mit der er ein nur wenige Wochen zuvor geborenes Kind hat, zunächst gewürgt und schließlich mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen zu haben. Dabei soll er die Absicht gehabt haben, sie zu töten. Der Angeklagte soll dem mutmaßlichen Opfer eine tiefe Schnittwunde am Hals zugefügt haben, die sie hätte töten können.

Zunächst soll der 28-Jährige dann die Wohnung in Wengerohr verlassen haben. Kurze Zeit später soll er jedoch einen Notruf abgegeben haben, wodurch seine verletzte Frau gerettet werden konnte. Der Mann soll dann mit einem Auto über die Autobahn in Richtung Trier geflüchtet sein. Auf der Molesbachtalbrücke in der Nähe von Riol soll er versucht haben, mit dem Fahrzeug durch die Leitplanke zu fahren und sich so zu töten, was ihm jedoch nicht gelang. Auch der Versuch, in den Tod zu springen, missglückte.

Der Angeklagte wurde schließlich durch Polizisten überwältigt und vorläufig festgenommen. Seitdem befindet sich der noch nicht vorbestrafte Mann in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft hat den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Die Verhandung vor der ersten Großen Strafkammer des Landgerichts Trier beginnt heute. will

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