Nach Verwüstungen in geplanter Flüchtlingsunterkunft bei Wittlich - Kripo ermittelt fünf Verdächtige

Nach Verwüstungen in geplanter Flüchtlingsunterkunft bei Wittlich - Kripo ermittelt fünf Verdächtige

Die Kripo Trier hat fünf junge Tatverdächtige ermittelt. Sie sollen Mitte Oktober in ein leerstehendes Hotel in Landscheid eingedrungen sein, dort gezündelt und die Wände mit Nazisymbolen beschmiert haben. Ein Tatmotiv konnte noch nicht ermittelt werden.

Sachbeschaedigung Spuren Hotel Viktoria und Nebengebaeude zwischen Hupperath und BurgSalm bei Landscheid. TV-Foto: Klaus Kimmling. Foto: klaus kimmling

Wer macht so was? Viele Menschen in der Region waren fassungslos, als sie erfuhren, dass hinter einer versuchten Brandstiftung und Sachbeschädigung möglicherweise ein fremdenfeindliches Motiv steht. Die Tat: In der Zeit vom 15. bis 19. Oktober waren die Täter zweimal in das leer stehende Hotel Viktoria in Landscheid-Burg/Salm eingedrungen und hatten dort Mobiliar und andere Gegenstände massiv verwüstet. Ferner hatten die Einbrecher ein Feuer in einem Kamin entzündet, das bereits auf davor liegende Kissen übergegriffen hatte. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen.

Die gleichen Täter hatten außerdem vier Tage später in dem Haus Wände mit Hakenkreuzen und eindeutig rechtsradikalen Schriftzügen verschmiert. Die besondere Brisanz der Straftat: Der Hotelbesitzer hat das Hotel der Verbandsgemeinde-Verwaltung Wittlich-Land als Unterkunft für Asylbegehrende angeboten.

Intensive Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Trier und einer Ermittlungsgruppe der Kriminaldirektion Trier haben zur Klärung der Straftaten um die Verwüstungen in einem ehemaligen Hotel in Landscheid-Burg geführt.

Fünf Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren stehen im Verdacht, im Tatzeitraum 15. bis 19 Oktober zweimal in das leerstehende Hotel eingedrungen zu sein und massive Verwüstungen vorgenommen zu haben. Der Besitzer hatte der Verbandsgemeinde das Hotel als mögliche Unterkunft für Asylbegehrende angeboten.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und der versuchten Brandstiftung eingeleitet. Der Leitende Oberstaatsanwalt in Trier hatte im Laufe des Verfahrens eine Belohnung für Hinweise in Höhe von 5000 Euro zur Aufklärung der Tat ausgesetzt.

Die Auswertung der ersten Erkenntnisse führten die Ermittler auf die Spur der potenziellen Täter, anschließende Durchsuchungen bestätigten den Anfangsverdacht.
Die aus der Verbandsgemeinde Wittlich-Land stammenden Tatverdächtigen legten in ihren polizeilichen Vernehmungen teilweise Geständnisse ab. Nach ihren Vernehmungen wurden sie auf freien Fuß gesetzt.

Zum Motiv für Tat können noch keine abschließenden Aussagen getroffen werden.
Ob die jungen Menschen aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt oder andere Gründe eine Rolle gespielt haben, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben.

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