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Nach wie vor Stellplatz des Jahres

Nach wie vor Stellplatz des Jahres

Zum fünften Mal in Folge setzt der Minheimer Reisemobilpark bundesweit Maßstäbe. Leser der Fachzeitschrift "Promobil" haben die Anlage erneut zum Stellplatz des Jahres gekürt.

Minheim. Als Weinbaugemeinde mag Minheim mit seinen 500 Bürgern ja etwas aufschauen zu den größeren und berühmteren Nachbarn. Doch in punkto Wohnmobile kann es an der gesamten Mosel kein Ort mit der "Sonneninsel" aufnehmen. Zu danken ist das dem im Mai 2000 eingeweihten Reisemobilpark. Leser der Fachzeitschrift "Promobil" küren diesen seit 2001 Jahr für Jahr zum Stellplatz des Jahres in Deutschland. Nachdem es 2006 keine Leserbefragung gab, ist dies nun zum fünften Mal in Folge passiert.Eine ähnlich "gute Wählerschaft" ist Platzbetreiber Manfred Hero bisher nur von Rothenburg an der Fulda bekannt. Aber das sei vor Minheimer Zeiten gewesen, und der Platz könne heute nicht mehr konkurrieren. Für Hero, der selbst jährlich rund 10 000 Kilometer mit dem Wohnmobil zurücklegt, ist das Votum nicht verwunderlich. Das Besondere an Minheim sei nämlich nicht nur der Platz an sich: "Hier stimmt auch das gesamte Umfeld." Wer hier Halt mache, könne direkt vor der Tür spazieren gehen und Rad fahren oder zu Fuß in einer der Straußwirtschaften im Ort einkehren. Dennoch ist dem Platz natürlich auch zugute gekommen, dass Hero ihn mit den auf dem Klüsserather Stellplatz gesammelten Erfahrungen angelegen konnte. Einen entscheidenden Pluspunkt sieht der Betreiber zudem in der ruhigen Lage des Reisemobilparks kurz vor der Wintricher Staustufe. Schiffe passierten die Halbinsel im "Ententempo", so dass es immer etwas zum Schauen gebe. Außerdem sei die Mosel hier sehr breit. Dem Votum der "Promobil"-Leser ist zudem ein Foto des Platzes - laut Hero der einzige ganzjährig geöffnete an der Mosel - in der jüngsten Beilage der ADAC-Zeitschrift zu verdanken.Für die Gemeinde ist die Anlage ein echter Glücksfall. "Der Platz ist ganz wichtig", weiß Ortsbürgermeister Werner Mertes zu schätzen. Ohne diesen "Goldschatz" hätte Minheim bestimmt keine sieben Straußwirtschaften und vier Gaststätten. Und wohl auch keine Bäckerei mit zusätzlichem Lebensmittelangebot. Für Platzwart Josef Koenen und Walter Mertes, der sich um die Grünanlagen kümmert, ist der Platz zudem Arbeitsplatz. Tag für Tag bekomme er nur Gutes zu hören, freut sich Koenen. Alle würden die Anlage mit den geräumigen Stellplätzen nur loben.Eva und Günter Musenwald bleiben daher oft gleich mehrere Wochen in Minheim. Übers Jahr seien sie etwa sechs Monate mit dem Wohnmobil unterwegs. Im Frühjahr gehe es nach Griechenland und dann an die Ostsee. "Aber danach ist dann die Mosel Pflicht", versichert die Urlauberin aus Göppingen, dass das für sie immer Minheim bedeutet. Ehemann Günter erklärt, warum: "Weil es hier am schönsten ist, und der Platz ist hervorragend, und die Leute sind es auch."