Nahwärme für die Flurwiesen

Die Interessen für ein Eigenheim in den Veldenzer "Flurwiesen" scheinen mehrheitlich von der Idee einer Nahwärmeversorgung überzeugt zu sein. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Gemeinderat, der am Dienstag über das Konzept der Stadtwerke Trier beraten und beschließen wird.

Veldenz. (urs) Rund 30 Veldenzer haben die Gelegenheit genutzt, sich über die Möglichkeit einer Nahwärmeversorgung des Neubaugebietes "Flurwiesen" zu informieren. Das von den Stadtwerken Trier präsentierte Konzept (der TV berichtete) sieht ein Blockheizkraftwerk vor, das im Zuge der im Frühjahr beginnenden Erschließung realisiert werden könnte.

Sollte das vorgestellte Konzept umgesetzt werden, wären laut Ortsbürgermeister Norbert Sproß weitere "Insellösungen" denkbar. So etwa für die Dorfmitte, wo in sich abgeschlossene Einheiten geschaffen werden könnten. Die Resonanz des Info-Abends ist für ihn eindeutig. "90 Prozent der Bauinteressenten waren da, und man kann sagen, dass diese die Sache unisono gutheißen." Die Beweggründe liegen für ihn auf der Hand. Im Vergleich zu anderen Energieformen sei die vorgestellte Variante einer Nahwärmeversorgung mit Flüssiggas und Holzpellets preiswert. Außerdem könnte möglicherweise zusätzlich mit Hackschnitzeln befeuert werden, die Veldenz als großer Waldbesitzer eventuell sogar liefern könnte. Das vorgestellte Konzept einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage biete daher die Chance, nicht von einer einzigen Energieform abhängig zu sein. Auch wer einen Kaminofen aufstellen wolle, müsse darauf nicht etwa verzichten.

Allerdings müssten die Bauherren eigene Anschlüsse dafür schaffen. Einen Vorteil sieht Sproß auch darin, dass die Hauseigentümer in den Stadtwerken, einer "Anstalt des öffentlichen Rechts", einen verlässlichen Vertragspartner hätten. "Eine Firma kann insolvent werden - eine Kommune ja nie."

Die endgültige Entscheidung, ob die Flurwiesen mit Nahwärme versorgt werden oder nicht, liegt jetzt beim Gemeinderat. Die Ratsmitglieder, von denen etliche beim Info-Abend anwesend waren, werden das Thema am Dienstag, 31. März, im Rahmen der Haushaltsberatung erörtern. Beginn der Debatte ist um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

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