Nahwärmenetz auch für Kesten?

Mit Themen wie Dorfflurbereinigung oder Leerrohre für eine rasante Internet-Versorgung wird sich noch der künftige Kestener Gemeinderat beschäftigen müssen. Erste Vorkehrungen für den Neubau eines Gerätehauses für die Hochwasserschutz-Elemente sind aber schon getroffen. Außerdem werden die Stadtwerke Trier noch vor den Kommunalwahlen über ein Nahwärmenetz informieren.

Kesten. (urs) Parallel zum Bau des Hochwasserschutzdammes und der Kanalisierung soll sich in Kesten einiges mehr verbessern. So wird die Gemeinde bald zu einer Bürgerversammlung einladen, in der die Stadtwerke Trier über alternative Wärmeversorgung informieren. "Die wollen uns mit einem zentralen Heizwerk versorgen", erklärt Ortsbürgermeister Valentin Zimmer. Sofern das auf Interesse trifft, sollen die dafür benötigten Rohre gleich mitverlegt werden. Folglich müsse jetzt alles sehr schnell gehen, ist sich Zimmer bewusst. Denn momentan seien zwar noch keine Gräben aufgebaggert - "aber die fangen jetzt an."

Gleichzeitig steht die Dorfflurbereinigung in den Startlöchern. Da noch eine Prüfung des DLR Mosel aussteht, hat der Gemeinderat das Thema auf die Zeit nach den Kommunalwahlen vertagt. Der neue Rat wird sich dann auch um eine "Klarstellungs- und Ergänzungssatzung" kümmern müssen. Die vom jetzigen Gremium schon einmal angestoßene Satzung soll klare Verhältnisse in Orts-Randbereichen schaffen. In Kesten ist das beispielsweise für die Grundstücke in Richtung Lieser notwendig. Dort gibt es keinen "qualifizierten" Bebauungsplan, sprich: Die Zulässigkeit von Bauvorhaben ist nicht bis ins Kleinste geregelt. Bei etwaigen Veranlagungen kann das zu Problemen führen, da nicht klar ist, was noch zum Innen- und was zum Außenbereich zählt.

In dieser Ecke von Kesten soll auf Wunsch des Gemeinderates auch das Gerätehaus für die Elemente des mobilen Hochwasserschutzes errichtet werden. Laut Zimmer ist dafür ein Grundstück vorgesehen in der ins Neubaugebiet verlängerten Paulinstraße. Der Neubau sei vom Gemeindehaus aus etwa 250 Meter weiter auf der rechten Seite geplant. Trotz der aktuellen Mammutprojekte verliert der Rat die Anforderungen des Medienzeitalters nicht aus dem Blick.

So will sich der Ort einklinken beim Leerrohrprogramm des Konjunkturpaketes II. Kesten verfüge zwar über einen verhältnismäßig akzeptablen Zugang ins Internet, wolle aber nach Möglichkeit aufstocken in Sachen DSL, begründet Zimmer.

Abgesehen davon nimmt die Gemeinde Geld in die Hand, um eine Internetseite erstellen zu lassen. Kesten ist der einzige Ort der Verbandsgemeinde, der im weltweiten Netz nicht präsent ist.