Nahwärmenetz mit Vorbildfunktion

Dank des Miteinanders von Orts-, Verbands- und Pfarrgemeinde ist in Altrich eine in der Region wohl einmalige Kooperation geglückt: Die drei Partner haben ein Nahwärmenetz geschaffen, das nun offiziell anläuft.

Altrich. 370 000 Euro investierten Orts-, Verbands- und Pfarrgemeinde in ihr Nahwärmenetz Altrich. Angeschlossen sind Grundschule, Kindertagesstätte, Kirche, Altreiahalle, Bauhof und das ehemalige Feuerwehrhaus. Nach Abzug von 60 000 Euro Landeszuschuss ist die Verbandsgemeinde (VG) mit etwa 50 Prozent an den Kosten beteiligt, die Gemeinde mit 30 Prozent und die Kirche mit 20 Prozent. Die Gemeinde, Investor und Eigentümer, berechnet den jeweiligen Wärmebedarf ihrer Partner. "Das große Sparpotenzial steckt in der Zukunft", sagt Ratsmitglied Stephan Müllers. Binnen 25 Jahren rechnet er mit 1,2 Millionen Euro Ersparnis im Vergleich zur Ölheizung.
Zusammen mit Alfons Körbes vom Bauamt der VG habe er das Vorhaben vorangebracht, lobte Ortsbürgermeisterin Knop bei der Inbetriebnahme und Einsegnung der Anlage. Unterstützt habe ihn der Bauausschuss, insbesondere Stefan Kölsch, der Zweite Ortsbeigeordnete. Knob lobte das gute Miteinander. Die drei Wärmeabnehmer hätten sich "als Partner verstanden und an einem Strang gezogen".
Angestoßen habe das Vorhaben die Tatsache, dass die Heizung der Grundschule und der Kirche erneuert werden mussten. Also habe man überlegt, wie die Gemeinde unabhängig von fossilen Energieträgern werden könne und gleichzeitig, allerdings nicht zu Lasten der Wärmesicherheit, Kosten sparen könne. Den Tag der offenen Tür nutzten viele Bürger, um sich zu informieren. "Toll, wie hier neue Wege gegangen werden ", hieß es. urs