Nationalpark: Wald, Wild und eine Todesanzeige

Nationalpark: Wald, Wild und eine Todesanzeige

Staatssekretär Thomas Griese ist einer der Referenten bei der Infoveranstaltung der Gemeinde Morbach zum Thema "Nationalpark - Chancen und Risiken für die Region". Termin ist am Montag, 13. Februar.

Morbach. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz will einen bis zu 10 000 Hektar großen Nationalpark, der im Staatsforst liegen soll, ausweisen. Als einer von vier Standorten kommt der Hochwald/Idarwald infrage. Somit ist auch die Gemeinde Morbach betroffen.
Der Gemeinderat Morbach hat beschlossen, das Angebot des Landes für eine Infoveranstaltung anzunehmen. Der Termin der Veranstaltung unter dem Titel "Nationalpark - Chancen und Risiken für die Region" ist Montag, 13. Februar, um 18.30 Uhr in der Baldenauhalle in Morbach. Als Referenten eingeladen sind Thomas Griese (Staatssekretär im Umweltministerium), Bürgermeister Hans-Günter Fischer (Präsident des Waldbesitzerverbands Rheinland-Pfalz) und Winfried Manns (Geschäftsführer Gemeinde- und Städtebund).
Als Chancen eines Parks werden eine ökologische und touristische Aufwertung der Region genannt. Ein Risiko ist die Nutzungsaufgabe in großflächigen Waldgebieten.
Dagegen protestieren vier Hunsrücker Firmen der Holzindustrie mit einer Anzeigenkampagne. In einer Todesanzeige trauern sie um den deutschen Wald, der laut Anzeigentext durch "falsche ideologische Politik" beerdigt werde. mai/zad