Nationalpark: Zwölf Pinnwände voll mit Hausaufgaben

Nationalpark: Zwölf Pinnwände voll mit Hausaufgaben

Rund 150 Bürger kamen zum Workshop am Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB) und brachten sich mit ihrem Fachwissen und Engagement in 15 verschiedenen Arbeitskreisen ein. Die Ergebnisse wurden im Anschluss diskutiert.

Birkenfeld. Reichlich Hausaufgaben gaben die Teilnehmer des Auftaktforums vor allem den Landesregierungen, dem Starterteam Nationalpark und der Kreisverwaltung mit auf den weiteren Weg. Auch die Nationalparkversammlung und der geplante Beirat waren Themen: Hier waren sich die Arbeitsgruppen, in denen Politiker in der Minderzahl waren, einig, dass diese Gremien unverzüglich ins Leben gerufen werden müssen, um in die Planungsphase des länderübergreifenden Vorhabens lenkend eingreifen zu können.
Umweltministerin Ulrike Höfken hatte das Auftaktforum im Audi-Max des UCB eröffnet. Sie hat eine Aufbruchstimmung in der Region ausgemacht und verspricht "größtmögliche Transparenz" beim Aufbau des Nationalparks. Im Anschluss gab Projektleiter Harald Egidi einen Einblick in die "Projektwerkstatt". Er machte deutlich, dass das Ziel des Nationalparks neben dem Schutz auch das Erleben der Natur ist. Dazu sei neben dem Nationalparkplan auch ein ausgeklügelter Wegeplan zur Besucherlenkung vonnöten.
Schließlich ging der NP-Koordinator auch auf die geplanten Parkgremien ein: In der Nationalpark-Versammlung, die bei allen Entscheidungen rund um die Einrichtung zustimmen muss, sollen neben Land, Kreisen und Kommunen auch Bürger vertreten sein. Im Beirat, der Nationalpark-Verwaltung und -Versammlung berät, soll das geballte Fachwissen der Region - vom Naturschutz über Landwirtschaft bis hin zu Wissenschaft und Wirtschaft - vertreten sein. Das alles sei aber noch offen und müsse möglichst breit diskutiert werden, unterstrich Egidi.
Genau das wurde anschließend in 15 Arbeitsgruppen getan. Auf zwölf Pinnwänden gab es eine Fülle von Ansatzpunkten, Vorschlägen und Hausaufgaben für die Nationalparkplaner. Und es gab auch Kritik: Etwa, dass das Thema Kultur noch nicht ausreichend ins Konzept Eingang gefunden habe. Konkret vorgeschlagen wurde eine Beteiligung der NP-Region am Kultursommer des Landes Rheinland-Pfalz.
sc

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