Netter Gruß zum Nachbarn

WITTLICH. (red) Nicht nur in großen Städten kennt man seinen Nachbarn nicht! In Wittlichs Händelstraße ist, beziehungsweise war, das nicht anders. Man wohnt in einer Straße kennt sich vom "Sehen" – der eine grüßt, der andere nicht. Achim Bergweiler und Achim Paluch hatten nicht nur den Vorsatz, das zu ändern. Beide setzten ihre Idee mit Bravour in die Tat um.

Nachgedacht - Einladungen geschrieben, um Hilfe gebeten und über 60 Händelstraßler kamen am Samstagabend: Die Wiese glich einem Golfrasen. Mehrere Frauen hatten mit Sonnenblumen und Fußballtischdecken für eine zeitgemäße Dekoration gesorgt. Auch an die Fußballweltmeisterschaft hatte man gedacht: Moderne Technik machte es möglich, dass alle das Spiel Portugal - Deutschland auf eine Riesenwand projiziert sehen konnten. Währenddessen wurden Steaks gebraten, Würstchen gegrillt und Kartoffeln über dem offenen Feuer gegart. Die beiden Organisatoren Achim Bergweiler und Achim Paluch zapften Bier bis zum "Ich kann nicht mehr!" Zwei charmante Damen, brachten die eisgekühlten Getränke nicht nur "an den Mann". Die Stimmung hätte nicht besser sein können, es gab Verbrüderungen alter und neuer Art, Jubelschreie und Fahnenschwenken beim Fußball. Zwischendurch gab es auch Kuchen. Die Preise für das leibliche Wohl waren niedrig kalkuliert, sodass der Rubel rollte - und so sogar ein Überschuss sozialen Einrichtungen der Stadt Wittlich zugute kommt. Eine solche "Fete" hatten die Geburtstagskinder des Tages, Heike und Roland, auch noch nicht erlebt, beide strahlten mit der Sonne um die Wette. Und das Fest dokumentierte eine Anwohnerin pausenlos fotografisch für die "Nachwelt". Der Verkauf der Erinnerungsbilder kommt der Einrichtung "Haus St. Anton" zugute. Auch am Sonntagmorgen gab es keine Katerstimmung. Die Initiatoren bauten mit neuen und alten Freunden gemeinsam Zelte und Bänke wieder ab. Das Resümee vom Fest: alle anwesenden Händelstraßler, von der jüngsten, Marielena (drei), zum "Grand Seigneur" Alfred (fast 80) waren mit diesem Fest zufrieden - und es stellte sich die Frage: Wann ist das Fest im kommenden Jahr? Aber noch wichtiger: Die nächsten Tage und Wochen werden beweisen, dass ein freundliches "Hallo" ist viel einfacher als ein krampfhaftes Wegschauen.

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