Nettes Trostpflaster
Nun wird mir endlich klar, warum Wittlichs Zentrum in jüngster Zeit ein wenig entvölkert wirkt. Das hat nichts mit der steigenden Zahl von Einkäufern zu tun, die die Fußgängerzone nicht frequentieren.
Nein, es traut sich niemand mehr nach Wittlich. Sonst könnte dem- oder derjenigen am Ende nachgesagt werden, er oder sie will Bürgermeister werden und er oder sie würde sich schon einmal im Städtchen umgucken. So soll es jedenfalls dem ein oder anderen unbescholtenen auswärtigen Politiker gegangen sein, der leichtfertigerweise sich bei der Säubrennerkirmes hat blicken lassen. Einmal am Saubratenstand und schon in aller Munde. An solchen Spekulationen will ich mich nicht beteiligen. Nur ist mir aufgefallen, dass Landrätin Beate Läsch-Weber häufig in Wittlich unterwegs ist. Und nicht nur die. Wittlich-Land-Bürgermeister Christoph Holkenbrink ist auch oft in Burg- und Neustraße zu sehen. Plant der am Ende die Einverleibung der Stadt in seine Verbandsgemeinde via Bürgermeisterwahl und damit durch die Hintertüre? Und hat nicht auch Peter Rauen aus dem Salmtal bald wieder mehr Zeit, wenn er nicht mehr Bundestagsabgeordneter in Berlin ist? Ganz zu schweigen von der Manderscheiderin Elke Leonhard, die im Gegensatz zum Salmtaler wieder in den Bundestag will. Und wenn es damit nicht klappt, ist Wittlich doch auch ein nettes Trostpflaster.