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Morbach: Netzbetreiber sichert Storchennest auf Strommast ab

Morbach : Netzbetreiber sichert Storchennest auf Strommast ab

(red) Es ist ein majestätischer Anblick, der Menschen fasziniert verharren lässt: Ein Storch überwintert auf einem Strommast des Verteilnetzbetreibers Westnetz bei Morbach-Weiperath. Allerdings war der Großvogel auf der Futtersuche bereits zweimal unbeabsichtigt mit einer Stromleitung von Westnetz zusammengestoßen.

Deswegen haben Monteure jetzt das für das Tier gefährliche Anlagenteil modernisiert. Nach dem Abbau der freiliegenden Leitung mit fünf Drähten verbauten die Dienstleister von Westnetz ein rund 300 Meter langes isoliertes Freileitungsstück. Die Kosten der Modernisierung von circa 4500 Euro übernimmt Westnetz für den Vogelschutz. „Die umgebaute Leitung ist für den Storch nun absolut ungefährlich und zudem bei schlechtem Wetter viel besser zu sehen. Doch selbst wenn das Tier noch einmal in Kontakt mit der Leitung kommen sollte, wird es nicht zu Schaden kommen“, erklärt Rüdiger Junghanns, Netzbetriebsmeister von Westnetz im Netzbereich Bernkastel-Wittlich.  Die engagierte Vogelfreundin Melanie Hölzle aus Morbach-Bischofsdhron hielt Rücksprache mit Naturschutzvereinen und dem Storchenzentrum und hatte das Tier selbst mit lebenswichtiger Nahrung versorgt. Der Storch war ursprünglich ein Teil einer ganzen Vogelfamilie. Bereits letzten Mai hatte sich ein Storchenpaar ausgerechnet auf dem Strommast von Westnetz niedergelassen und sogar zwei Jungtiere ausgebrütet. Jedoch ist das Muttertier inzwischen zusammen mit dem Nachwuchs in den Süden aufgebrochen. Nur der männliche Storch blieb vor Ort aus unbekannten Gründen zurück. 

 Damit der Storch sicher zu seiner Futterstelle fliegen kann, modernisieren Dienstleister des Verteilnetzbetreibers Westnetz eine Freileitung.
Damit der Storch sicher zu seiner Futterstelle fliegen kann, modernisieren Dienstleister des Verteilnetzbetreibers Westnetz eine Freileitung. Foto: TV/David Kryszons/Westnetz

Fotos: David Kryszons/Westnetz