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Wir erinnern uns: VW hat den Amerikanern neulich falsche Laborwerte vorgegaukelt. Das gab mächtig Ärger.

Der schlimme Nebeneffekt: Eine Hetzjagd auf alle Diesel-Fahrzeuge beginnt, weil diese Autos die Umwelt angeblich mehr belasten als Benziner. Und schon hat sich auch noch ein diskriminierender Betriff etabliert: "Diesel-Stinker". Na gut, dann bin ich eben auch ein "Diesel-Stinker". Und ich finde, dass Diesel sehr wohl eine Zukunft hat. Mein 13 Jahre alter Diesel fährt mich zuverlässig jeden Tag von Trier nach Bernkastel-Kues und zurück. Auch auf langen Touren über einsame Hunsrückstraßen nach Morbach, Thalfang oder Birkenfeld hat er mich nie im Stich gelassen. Besonders im ländlichen Raum, dessen Bewohner so gut wie keine Alternative haben, wird nun mal Diesel gefahren. Und das aus gutem Grund, denn diese Fahrzeuge verbrauchen in der Regel weniger Kraftstoff als Benziner. Ich komme auf 6,6 Liter auf 100 Kilometer. In "echt", nicht "im Labor" - und das bei bald 300 000 Kilometern. Das hätte kaum ein Benziner überlebt, denn Diesel-Motoren haben in der Regel eine längere Lebensdauer, was dazu führt, dass nicht ständig neue Autos gekauft werden müssen. Deren Produktion belastet die Umwelt nämlich auch. Und das wird gerne verschwiegen. hp.linz@volksfreund.de