Neuanfang auf dem Hahn ?

Leserbrief zu dem Artikel "Zwischen Ärger und Erleichterung" (TV, 13. Januar):

Wie es aussieht, hat die Landesregierung ein Teil des 625 Millionen-Konjunkturpakets schon für den Flughafen Hahn verplant. Das Land Rheinland Pfalz will die Geschäftsanteile von Fraport und dem Land Hessen übernehmen. Das wird nicht billig.

Das Land Hessen hat schon angekündigt, dass es seine auf dem Hahn getätigten Investitionen zurück will. Von Fraport darf man ähnliches erwarten. Dazu muss das Land noch die laufenden Verluste des Flughafen Hahn übernehmen. Der Ausstieg der beiden Partner wird nicht zu einem positiven Geschäftsergebnis in den nächsten Jahren beitragen das Gegenteil wird der Fall sein.

Das Land Rheinland Pfalz wird sich nun allein, in die Abhängigkeit von Ryanair begeben. Wie es mit dem Partner Ryanair bestellt ist, hat man die vergangenen Tage gesehen "Macht Ihr nicht, was ich will.......".

Letztendlich wird ein gescheitertes Geschäftsmodell mit einem unverlässlichen Partner auf Kosten der Steuerzahler am Leben gehalten.

Da stellt sich die Frage "Ist es Aufgabe des Landes, mit Steuergeld einen nicht profitablen Flughafen am Leben zu halten?" Die vielen Gewerbebetriebe, welche sich auf dem Hahn angesiedelt haben und sich in dem geplanten 150 Hektar Gewerbegebiet ansiedeln werden, machen dies auch ohne den defizitären Flugbetrieb.

Diese Betriebe profitieren von der geschaffenen Infrastruktur auf dem Hahn und um den Hahn. Bei dem Konversionsprojekt Hahn sollte schleunigst umgesteuert werden, weg vom Flughafenbetrieb hin zu einem modernen Gewerbe-Park mit ganz "normalen Betrieben".

Das 625 Millionen-Konjunkturpaket könnte eine Chance für einen Neuanfang auf dem Hahn sein!

Uwe Andretta, Morbach

Flugverkehr

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