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Neue Basis für die Partnerschaft mit Botswana

Neue Basis für die Partnerschaft mit Botswana

Der evangelische Kirchenkreis Simmern-Trarbach und der südwestliche Kirchenkreis der evangelisch-lutherischen Kirche von Botswana haben der bestehenden Partnerschaft eine neue Basis gegeben und eine neue Partnerschaftsvereinbarung abgeschlossen. Die Kreissynode in Lötzbeu ren hat dies nun bestätigt.

Kirchberg. Seit nunmehr 28 Jahren gibt es diese Partnerschaft zwischen den beiden Kirchenkreisen. "Wir waren der Auffassung, dass es nach so vielen Jahren an der Zeit ist, diese Vereinbarung zu erneuern", so Beate Jöst (Simmern), die Vorsitzende des Ausschusses für Mission und Ökumene im Kirchenkreis Simmern-Trarbach. Drei Wochen lang hatte kürzlich eine vierköpfige Delegation mit dem Superintendenten des südwestlichen Kirchenkreises der lutherischen Kirche in Botswana, Dean Titus Matthys, den Hunsrück und die Mosel besucht. Dabei wurden Gespräche geführt, wie die Partnerschaft zukünftig aussehen könnte.
"Uns ist es wichtig, dass in beiden Kirchenkreisen diese Partnerschaft bewusst wahrgenommen wird", sagt Beate Jöst. Dar um wurden der regelmäßige Austausch von Informationen vereinbart, ebenso soll ein zweijähriger Besuchsrhythmus beibehalten werden. Beide Kirchenkreise vereinbarten zudem eine finanzielle Kooperation, daneben soll die Jugendbegegnung ein wichtiger Schwerpunkt werden.
Konkret geplant sind die Förderung des Baus eines Pfarrhauses in Kokothsa bis 2013, zwei Jugendbegegnungen, um auch jungen Menschen ein Verständnis für die jeweiligen Partner zu ermöglichen, sowie eine Delegationsreise nach Botswana 2013 zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft.
1983 wurde diese Partnerschaft als eine Brücke zwischen Kontinenten und Menschen gegründet. Gerade die Frauen und Jugendliche haben seitdem diese Partnerschaft immer wieder mit Leben erfüllt. 1985 entstand das "Hereford-Projekt", bei dem auf dem Gelände einer ehemaligen Farm eine Missionsstation entstehen sollte. 1993 gab es das erste Jugendworkcamp in Botswana. Das Zentrum für Frauenarbeit in Werda trägt den Namen der früheren Vorsitzenden der Hunsrücker Frauenhilfe, Hilde Westermayer. 2003 gründete sich der Partnerschaftsverein "Dumela", bei einem Workcamp 2003 wurde ein altes Lagerhaus in Kang zu einem Aids-Hilfe-Zentrum umgebaut, hier soll in Zukunft auch ein evangelischer Kindergarten entstehen. Mit der neuen Partnerschaftsvereinbarung soll die Zusammenarbeit fortgesetzt werden.
"Es war 1983 ein mutiges Projekt zweier ländlich strukturierter Kirchenkreise von der Süd- und der Nordhalbkugel. Daraus wurde ein gemeinsamer Weg exemplarischen Lernens", so Superintendent Horst Hörpel. Mit der neuen Vereinbarung werde die Partnerschaft durch die Verabredung der nächsten gemeinsamen Schritte verlässlich konkretisiert und dadurch bekräftigt und vertieft, ist Hörpel überzeugt. Und er hofft, dass diese Vereinbarung bald mit Leben gefüllt werde. dju