Nationaolpark : Mehr Buslinien zum Nationalpark

Touristen sollen für ihre Ausflüge in den Nationalpark besser auf den öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen können. Das gilt auch für Besucher aus Trier und Wittlich.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Nationalpark Hunsrück-Hochwald erreichen will, der kann nur auf wenige Buslinien zurückgreifen. Zwar gibt es den Erbeskopfbus, der einmal täglich von Trier über Thalfang zum Hunsrückhaus und wieder zurück fährt. Und auch von Idar-Oberstein, dem nächstgelegenen Bahnhof, kommt man mit zwei Buslinien, die nach Morbach führen, zur Wildenburg, wo ein weiteres Nationalparktor geplant ist.

Doch innerhalb des Nationalparks? Bisher Fehlanzeige. Doch soll sich das ab 2022 ändern. Denn das Land Rheinland-Pfalz hat in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Süd, dem Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund und dem Landkreis Birkenfeld ein gemeinschaftliches Konzept für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erstellen lassen, sagt Nicola Diehl, Pressesprecherin des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

Busverkehre sollen künftig besser mit Zügen und Landkreisgrenzen übergreifende Linien mit benachbarten Trägern, also den Nachbarkreisen abgestimmt werden. Hervorzuheben seien dabei Schnellbusse nach Trier mit Halt am Hunsrückhaus und Wittlich mit Halt an der Wildenburg.

Zudem soll ein einheitlicher Tarif für den Nationalpark bestehende Tarifgrenzen aufheben. Möglich wären dann auch beispielsweise Gästetickets für Hotelgäste. Die Nationalparktore sollen mit Taktverkehren an sieben Tage der Woche an den ÖPNV eingebunden werden. Clou des Ganzen ist eine eigene Nationalparklinie im Landkreis Birkenfeld, die die Nationalparktore mit weiteren Sehenswürdigkeiten in diesem Landkreis verbindet.

Die busfahrenden Besucher aus der nördlichen Nationalparkregion, also den Landkreisen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich, gelangen über die Anschlussknoten Hermeskeil, Thalfang und Morbach zur Nationalparklinie. In Hermeskeil treffen sich die Linien aus Trier, Türkismühle mit der Verbindung zum Nationalparktor Keltenpark in Otzenhausen, Birkenfeld und Morbach immer zur halben Stunde, so dass zwischen allen Linien umgestiegen werden kann. Vergleichbare Knoten gibt es dann auch in Morbach und Thalfang. Pressesprecherin Diehl sagt, man erwarte, dass sich der Anteil der Touristen, die mit dem ÖPNV anreisen, deutlich zugunsten des umweltfreundlichen ÖPNV verschieben und sich durch die attraktiven Gesamtkonzepte auch die Gesamtzahl der Besucher positiv entwickeln werde.