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Neue Feuerwehrhäuser in Manderscheid und Großlittgen

Rettungswesen : Feuerwehrhäuser platzen aus allen Nähten

In Manderscheid und Großlittgen sind die Platzverhältnisse in den Feuerwehrhäusern sehr beengt. Deshalb wird neu gebaut. Konkrete Kostenaufstellungen gibt es noch nicht, aber es wird mit etwa 700 000 Euro in Großlittgen und etwa 1,1 Millionen Euro in Manderscheid gerechnet.

Wenn in Großlittgen beide Feuerwehrfahrzeuge in der Fahrzeughalle stehen, geht nichts mehr. Zwischen den beiden ist kaum Platz, um  dazwischen durchzugehen, geschweige denn etwas ein- oder ausladen zu können.  Auch das Anziehen der Feuerwehrkleidung ist nur möglich, wenn ein Auto herausgefahren wird. Für die vielen Feuerwehrausrüstungsgegenstände, wie Absperrungen ist ebenfalls kein Platz. Hermann Heck, ehemaliger Wehrführer der Feuerwehr Großlittgen sagt: „Wir sind hier räumlich an unseren Grenzen. Das Gebäude wurde 1960 gebaut, wir haben hier fast alles selbst gemacht. Da fällt es schon ein bisschen schwer, hier auszuziehen, aber es geht nicht anders.“  Weiter erklärt er: „Das Dach ist stark renovierungsbedürftig und wir hoffen auf eine bessere Parkplatzsituation bei dem neuen Gebäude.“ Das neue Feuerwehrhaus soll Platz bieten für die beiden Fahrzeuge, einen Schulungsraum, Dusche, Toiletten, Umkleide und Lagerfläche. Wenn die Planungen in diesem Jahr abgeschlossen werden, kann im nächsten Jahr gebaut werden. Die Grundstücksfrage ist bereits geklärt, wie aus einem Beschluss einer Ausschusssitzung der Verbandsgemeinde hervorgeht. Dort heißt es: „Eine Übertragung des Grundstücks an der Schulturnhalle, dass der Gemeinde gehört, kann unentgeldlich erfolgen. Ein entsprechender Ratsbeschluss ist noch zu fassen“.

Die Feuerwehr Großlittgen hat 25 aktive Mitglieder und acht in der Jugendfeuerwehr. Pro Jahr sind es zwischen zehn und 20 Einsätze, zu denen sie gerufen werden. Im vergangenen Jahr waren es vor allem Flächenbrände, Hochwassereinsätze, Sturmschäden und etwa fünf bis sechs Unfälle, zu denen sie ausgerückt sind. Für Großlittgen, Himmerod und Musweiler sind sie zuständig.

In Manderscheid ist die Situation ähnlich. Es ist im Gebäude einfach zu eng, ein Feuerwehrauto steht bereits jetzt dauerhaft draußen, und um das Feuerwehrhaus zu wenig Platz zum Parken. Hier soll in der Verlängerung des Gewerbegebiets Richtung Karl ein neues Gebäude entstehen. Vier Einstellplätze werden gebraucht. Außerdem sollen die 44 aktiven Feuerwehrleute, die 16 Jugendfeuerwehrmitglieder und die zehn Kinder der Bambiniwehr hier geschult werden und ihren ehrenamtlichen Dienst ausüben. Vorbild soll das Feuerwehrgebäude in Laufeld sein. In Manderscheid wird die Planung etwas länger dauern, weil hier erst der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan erstellt werden muss. Die Feuerwehr Manderscheid hatte im vergangenen Jahr 78 Einsätze und ist Stützpunktfeuerwehr für Meerfeld, Bettenfeld, Eisenschmitt, Karl, Pantenburg und Schwarzenborn. Bei größeren Einsätzen auf der Autobahn fährt sie im zweiten Abmarsch mit. Zudem verfügt die Feuerwehr Manderscheid über eine Drehleiter.

Dennis Junk, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land erklärt zu den Kosten der beiden neuen Gebäude: „Für die Neubauten in Großlittgen und Manderscheid liegen noch keine konkreten Kostenschätzungen vor, weil die Planungen noch nicht fertig sind. Ich gehe aber davon aus, dass es in Großlittgen etwa 700 000 Euro und in Manderscheid etwa 1,1 Millionen Euro werden.“

Bei der Feuerwehr Dreis gibt es momentan Überlegungen, einen neuen Schulungsraum zu bauen, und den bisherigen als Umkleide zu nutzen.