Aus dem Archiv: Oktober 2019: Neue Hoffnung für die Freibadfans

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Alternativplanungen für den Neubau des Vitelliusbades? Ein Gespräch zwischen Bürgermeister Rodenkirch und Innenminister Lewentz eröffnet der Stadt Wittlich neue Möglichkeiten.

Hohe Wellen – und das bereits seit Monaten – schlägt die Diskussion um den geplanten Neubau des Vitelliusbades in Wittlich. Kritiker empören sich beim aktuellen Stand der Planung insbesondere über die anvisierte Reduzierung der Wasserfläche. Diese sei unumgänglich, hieß es bislang dazu aus der Stadtverwaltung, um überhaupt Fördermittel des Landes in Anspruch nehmen zu können.

Aus diesem Grund soll beim Neubau das Freibad von derzeit acht 50-Meter-Bahnen auf nur noch drei Bahnen verkleinert werden. Die Wasserfläche im Freibad soll also zurückgebaut werden. So lautet der aktuelle Stand der Planung, die sich allerdings noch im Entwurfsstadium befindet.

Dagegen laufen Freibadenthusiasten seit Monaten Sturm, wie auch auf der jüngsten Bürgerversammlung im Eventum deutlich wurde (der TV berichtete). Doch möglicherweise könnte sich das Blatt noch wenden und gibt es neue Hoffnung für den Erhalt des 1935 eröffneten Wittlicher Freibades in seiner vollen Größe und Pracht. Anlass dafür gibt Bürgermeister Joachim Rodenkirchs Mitteilung, die er auf der Stadtratssitzung am Dienstagabend machte. Der Bürgermeister hatte nämlich am Montag einen Termin in Mainz. Dort habe er Innenminister Roger Lewentz zu einem Gespräch getroffen, erklärte Rodenkirch dem Gremium. Michael Wagner (Beigeordneter) und Rainer Stöckicht (Pressesprecher) waren ebenfalls mit dabei. Rodenkirch erklärte, dass die Landesregierung der Stadt entgegenkommen wolle, weil sich die Fördergrundsätze mittlerweile geändert hätten und nun nicht mehr unabdingbar an eine Reduzierung der Wasserfläche gekoppelt seien.

Die Wahl der geeigneten Planungsvariante, wie sich der Innenminister in dem Gespräch geäußert habe, solle nun nurmehr nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen.

Rodenkirch: „Wir müssen sehen, welche Konsequenzen sich hieraus ergeben. Wir haben neue Optionen, die in den Fraktionen zu diskutieren sind. Wir müssen sehen, was sich daraus ergibt.“

Doch wie kommt es zu dem Richtungswechsel in Mainz? Warum ist jetzt plötzlich eine Förderung ohne  zwangsläufige Reduzierung der Wasserfläche möglich? So recht erklären kann sich das auch im Wittlicher Rathaus niemand. „Innerhalb der letzten vier Jahre, in denen wir die Sanierung und Erneuerung planen und die auch einen langen Zeitraum darstellen, haben sich die Vorgaben geändert“, sagt Pressesprecher Rainer Stöckicht. „Die Zeiten entwickeln sich weiter.“ Es gebe nun neue Förderprogramme, die das möglich machen würden. „Wir sind jetzt noch in Gesprächen mit Ministerium als auch mit dem Rechnungshof und werden dort die Parameter abstimmen. Wir müssen sehen, was jetzt möglich ist.“ Möglicherweise werde eine Alternativplanung in Auftrag gegeben und vorgestellt.

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