Neue Panorama-Tafel in Haag
Panoramabilder für Touristen sind nichts Neues. Der Heimatverein Haag stellte eine neuartige Panaromatafel an der Marienkapelle auf und legte für Besucher sogar einen neuen Parkplatz an. Das Besondere ist: Die Installation ist dem menschlichen Blickfeld und normalen Sehgewohnheiten angepasst worden.
Designer Stephan Zanders (rechts) erklärte die Besonderheiten der Panoramatafel. Gleich danach verlegten Heribert Kemper, Josef Resch, Erwin Daumann, Norbert Schemer, Kunibert Thömmes, Josef Martini, Klemenz Ertz, Gerit Böhme und Georg Marx (von links) noch die Pflasterung. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Haag Drei trapezförmige, in Winkeln angeordnete Großfotos zeigen den mittleren Hunsrück in seiner ganzen Pracht. Auf 500 Metern Höhe hat der Heimatverein von Haag an der Marienkapelle ein Panoramabild aufgestellt, das den Blick vom Haardtkopf über den Idarkopf, den Erbeskopf bis zum Berger Wacken erklärt.
"Besucher stehen vor dem Bild und sehen alles an der richtigen Stelle, was nur durch die beiden Winkel möglich ist", erklärt Designer Stephan Zanders aus Gonzerath, der die Idee des Haager Heimatvereins umsetzte.
17 Sehenswürdigkeiten sind erklärt
"18 Orte sind hier zu sehen, und alles ist erklärt", freut sich der Vorsitzende des Heimatvereins, Heribert Kemper. Einheimische wie Touristen können so den Hunsrück besser verstehen und die landschaftliche Schönheit genießen. 17 Sehenswürdigkeiten sind abgebildet und mit Text erklärt.
Die Kosten von 4000 Euro teilen sich die Gemeinde, der Heimatverein und das RWE, das allein schon 2000 Euro beisteuerte.
Mitglieder des Heimatvereins packten bei der Installation und beim Anlegen eines neuen Parkplatzes hinter der Kapelle mit an.
"Die sind immer da, wenn man sie braucht", lobte Ortsvorsteher Norbert Schemer. Erst sollte ein Turm dahin, erklärte Schemer die Entwicklung der Idee. Aber damit hätten Besucher auch nicht mehr gesehen. Der Haager Heimatverein sei stets bemüht, Reisenden Haag so schmuck und sauber wie möglich zu präsentieren.
Vereinsmitglieder packen an
Dazu gehört auch viel Information. "Wir haben überall Schilder installiert, die Gebäude, Plätze und Wegekreuze erklären und lebendig werden lassen", macht Schemer klar.
Der Heimatverein mit seinen 64 Mitgliedern besteht beileibe nicht nur aus Rentnern. Viele Frauen und auch junge Leute sind daran interessiert, dass ihr Ort schön bleibt.