Neue Räume für Menschen mit Behinderung

Neue Räume für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen bei der Gestaltung ihres Alltags zu helfen, hat sich der ambulante Dienst der Alten- und Behindertenhilfe St. Raphael auf die Fahne geschrieben. In den neuen Räumen gibt es viele Möglichkeiten.

Wittlich. Erleichtert wirkte Melanie Otto, Einrichtungsleiterin der ambulanten Alten- und Behindertenhilfe St. Raphael, bei der Einweihung der neuen Räume in der Kurfürstenstraße, gegenüber der Kreisverwaltung. Ein halbes Jahr lang haben sie und ihre Kollegen nach einer Mietwohnung für den ambulanten Dienst gesucht. Bisher war er in der Franzikusstraße bei Maria Grünewald untergebracht. "Wir wollten gerne in die Stadt und suchten auch nach größeren Räumlichkeiten", erklärt die Leiterin. Beim ambulanten Dienst in der Behindertenhilfe sind zehn feste und elf ehrenamtliche Menschen tätig, die in die Familien gehen, dort die Betreuung von psychisch, geistig oder körperlich beeinträchtigten Personen übernehmen oder in den Räumen Angebote machen (siehe Extra). Mit dem Elternkreis behinderter Kinder arbeitet die Einrichtung eng zusammen. Auf den jetzt 120 Quadratmetern befinden sich ein Büroraum, ein Seminarraum, ein Hauswirtschaftsraum, eine Küche, ein WC und ein Behinderten- WC. Bezahlt werden die Leistungen von der Pflegekasse und der Kreisverwaltung. Momentan sind 27 Menschen in Betreuung.
Zur Einweihung der Wohnung waren 40 Vertreter verschiedener öffentlicher Institutionen eingeladen. Zunächst wurden Grußworte gesprochen, Albert Klein, Beigeordneter der Stadt Wittlich, übergab für die Stiftung der Stadt Wittlich eine Spende von 300 Euro, der Maler Helmut Eichhorn schenkte für die neuen Räume ein Aquarellblumenbild. Anschließend segnete Pfarrer Rudolf Halffmann die Räume.
Musikalisch unterstützt wurde er von der Musikgruppe der Maria Grünewaldschule. Der ambulante Dienst konnte anschließend von den Besuchern besichtigt werden. chb

Extra

Qualifizierte Mitarbeiter bieten beim ambulanten Dienst zum einen Einzel-Assistenzen an, beispielsweise gehen Integrationshelfer während des Unterrichts mit in die Schule, oder die Menschen mit Beeinträchtigung werden zu Hause betreut, um die Angehörigen zu entlasten. Zudem gibt es Gruppenangebote, darunter Kochkurse, Haushaltstrainings, eine Kreativgruppe und eine arabische Tanzgruppe. Auch die Angehörigen werden beraten und betreut. chb