Neue Schulen für Cochem-Zell?

Es gibt neue Überlegungen zum Schulentwicklungsplan im Kreis Cochem-Zell. Darüber informieren Landrat Manfred Schnur und Wolf Krämer-Mondeau von der Projektgruppe "Bildung und Region".

Cochem-Zell. Wird es bald eine dritte Integrierte Gesamtschule (IGS) im Kreis Cochem-Zell geben?

Zwar sieht der bisherige Entwurf zum Schulentwicklungsplan nur für Zell und Kaisers-esch eine IGS vor, doch eine dritte Schule dieser Art könnte auch in der Verbandsgemeinde Ulmen entstehen - vorausgesetzt, Cochem-Zeller Schüler pendeln nicht mehr in den Kreis Daun, sondern Dauner Kinder künftig in die Verbandsgemeinde Ulmen.

Diese Überlegungen stellten Landrat Manfred Schnur und Wolf Krämer-Mondeau (Projektgruppe "Bildung und Region") nun vor. Im bisherigen Entwurf zum Schulentwicklungsplan war für Ulmen/Lutzerath "nur" eine Realschule plus vorgesehen. Eine neue Perspektive gibt es auch für Blankenrath. Dort war keine eigenständige weiterführende Schule mehr geplant. "Schon heute sind nur noch 31 Schüler in der fünften Klasse der Regionalen Schule eingeschult worden", stellt Schnur klar.

Längerfristig reichen die Schülerzahlen nur noch für eine Einzügigkeit, die von Blankenrath angestrebte Realschule plus muss jedoch dreizügig sein.

Schnurs Alternative: "Ich habe dem Präsidenten der ADD den Vorschlag unterbreitet, ob man beispielsweise im Wege der Disloziierung (Anm.d.Red.: einer räumlichen Verteilung) der IGS Zell einen Teil am Standort Blankenrath anbinden könnte, um damit das schulische Angebot bis zur sechsten oder siebten Klasse in Blankenrath langfristig aufrechterhalten zu können."

Keine neuen Nachrichten gibt es für den Schulstandort Treis-Karden, der ähnlich wie Blankenrath von der demografischen Entwicklung besonders betroffen ist. Der Entwurf des Schulentwicklungsplanes sieht vor, dass ein Teil der Orientierungsstufenschüler einer gemeinsamen Realschule plus mit Cochem in Treis-Karden unterrichtet werden könnte - ebenso wie die Kinder der beiden Förderschulen Zell und Kaisersesch.

"Das ist das maximale Angebot, was man sich für Treis-Karden vorstellen kann", macht der Landrat klar - und signalisiert bei mangelnder Verhandlungsbereitschaft des Schulträgers: "Irgendwann ist die Tür für die Förderschule in Treis-Karden zu. Dann muss der Kreis einen anderen Standort suchen. Dann bleiben in Treis-Karden irgendwann nur noch die Grundschule und ein leeres Gebäude übrig."

Und: "Wenn eine Schule in ihrem Bestand nicht mehr weitergeführt werden kann, ist es zum Verhandeln zu spät. Jetzt stehe ich noch als Verhandlungspartner zur Verfügung, in fünf Jahren nicht mehr."

Im Dezember diesen Jahres soll der Kreistag über den Schulentwicklungsplan entscheiden.

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