1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Neue Straße für Hinzerath – Aber bitte keine Lkw

Infrastruktur : Neue Straße für Hinzerath – Aber bitte keine Lkw

Der Ortsbeirat fürchtet einen stärkeren Durchgangsverkehr nach Fertigstellung des Hochmoselübergangs.

Der Ausbau der L 159 in Hinzerath geht planmäßig voran. Im oberen Bauabschnitt in Richtung Bruchweiler mit dem Buswendeplatz fehlt lediglich noch die Feinschicht Asphalt, ebenso wie im mittleren Bauabschnitt, wo die Arbeiter derzeit mit dem Bau der Bürgersteige beschäftigt sind. „Jetzt haben die Leute einen Überblick über die neue Verkehrsführung“, sagt Ortsvorsteher Hermann Moseler in der jüngsten Sitzung des Hinzerather Ortsbeirats. Die L 159, die durch den gesamten Ort führt, ist durchgehend enger ausgebaut als bisher. Zusätzlich sind Verkehrsinseln und Verschwenkungen eingebaut, um den Durchgangsverkehr abzubremsen.

Geschwindigkeitsmessungen hatten ergeben, dass der Spitzenreiter aus Richtung Bruchweiler mit 134 Stundenkilometern in den Ort hineinraste, aus Richtung Wederath mit 101. Mit den Arbeiten des dritten Bauabschnitts von der Höhe der alten Kirche bis zum Ortsausgang werde erst im Frühjahr begonnen, da die Wasserleitungen bei Frost sonst einfrieren könnten. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnet Moseler für Herbst 2020. Und bereits jetzt macht sich der Ortsbeirat Gedanken über den künftigen Verkehr im Ort. Denn wenn die Ortsdurchfahrt wieder freigegeben wird, dient diese als Verbindung von der B 50/B 327 in Richtung Idar-Oberstein. Eine Strecke, die auch von vielen Lkw genutzt wird.

Eine Verkehrszählung hatte 2007 zwischen 150 und 200 Lkw ergeben, die in Richtung Nahe unterwegs sind. In umgekehrter Richtung ist die Strecke wegen des starken Gefälles in den Ort hinein und der Gefahr versagender Bremsen für Lkw über 7,5 Tonnen bereits gesperrt. Die Ratsmitglieder fürchten, dass die neuen Straßenelemente von den zahlreichen Lkw in kurzer Zeit beschädigt würden. Ratsmitglied Achim Christ sagt, die Belastung Hinzeraths aufgrund durchfahrender Lkw werde durch den Hochmoselübergang weiter zunehmen.

Das gilt auch für die Zeit des Baus der B 50 neu, sagt ein anderes Ratsmitglied. Denn bereits beim Bau der Brücke und der Anschlussstraße Hochmoselübergang seien zahlreiche Baufahrzeuge durch den Ort gefahren. „Jetzt haben wir alles erneuert für viel Geld, da ist es sinnvoll, die Ortsdurchfahrt für Lkw zu sperren“, sagt Moseler. Einstimmig haben die Mitglieder des Ortsbeirats entschieden, entsprechende Anträge an die zuständigen Behörden zu stellen.