Neue Tierpflegerin hat Erfahrung mit Wölfen
Kempfeld · Im Wildfreigehege Wildenburg in Kempfeld entsteht bis zum nächsten Jahr ein Wolfsgehege - die Wolfsblut-Wolfslandschaft. Vier bis sechs europäische Grauwölfe werden hier eine neue Heimat finden.
Die geprüfte Tierpflegerin Luise Reis wurde am 1. August eingestellt und einige Tage später von Bürgermeister Uwe Weber, zugleich stellvertretender Vorsitzender des Hunsrückvereins, begrüßt. Uwe Weber erklärte: "Der Hunsrückverein legt großen Wert auf eine fachkundige Betreuung des Wolfsgeheges. Daher war es für uns wichtig, eine Tierpflegerin mit Erfahrung in der Wolfsbetreuung einzustellen. Dank der Hilfe örtlicher Firmen konnte die Finanzierung des Arbeitsplatzes bereits teilweise sichergestellt werden. Über weiteres Engagement der örtlichen Wirtschaft würden wir uns freuen." Gehegeleiter Gisbert Geisler aus Morbach freut sich über die Entlastung, da er und seine Frau Doris bisher eine ehemalige Tierpflegerstelle jahrelang ehrenamtlich besetzt haben.
Der ebenfalls ehrenamtlich tätige Geschäftsführer Klaus Görg ergänzt: "Im Rahmen der Einrichtung des Nationalparks im Hunsrück wurde eine Tourismusstudie erstellt. Dort wurde die künftige Bedeutung des Wildfreigeheges und des Wildkatzenzentrums als mögliches Tor zum Nationalpark festgestellt. Aber es wurde auch aufgezeigt, dass unsere Einrichtung aufgewertet und professioneller betrieben werden muss. Das Wolfsgehege ist ein erster Schritt zur Steigerung der Attraktivität, weitere sollen in Zusammenarbeit und mit Hilfe der Nationalparkverwaltung folgen."
Inzwischen konnte ein mehrköpfiges Expertenteam zusammengestellt werden, das die Betreuung und wissenschaftliche Begleitung des Wolfsprojektes sicherstellt. Zum Team gehören elf Personen, darunter Veterinäre und Biologen, die allesamt Erfahrung mit Wölfen haben. Die Eröffnung des Wolfsgeheges ist - parallel zum Nationalpark - für Pfingsten 2015 vorgesehen. red