Neue Türen ins Freie

BERGLICHT. (urs) Der Kindertagesstätte Berglicht steht jede Menge Lärm und Schmutz ins Haus. Das Gebäude soll zusätzliche Rettungswege erhalten, damit im Falle eines Brandes größtmögliche Sicherheit gewährleistet ist.

Der Zweckverband Kindergarten Berglicht will in nächster Zeit kräftig in den Brandschutz investieren. Für voraussichtlich 40 000 Euro soll jeder Gruppenraum einen separaten Ausgang ins Freie erhalten. Laut Architekt Werner Simon sind insgesamt vier zusätzliche Notausgänge für drei Gruppenräume und einen Mehrzweckraum vorgesehen. Die dafür kalkulierten Kosten seien vorerst "grob geschätzt" und beinhalteten zum Beispiel auch notwendige Nebenarbeiten wie das Versetzen von Heizkörpern. Sobald die endgültigen Kosten ermittelt sind, wird der Zweckverband beim Kreis einen Zuschuss beantragen, der nach bisheriger Praxis etwa 30 Prozent betragen soll. Den Rest will der Verband über Kredite finanzieren. Der Anstoß für die Investition in den Brandschutz kam von außen auf den Zweckverband zu, wie Hermann Paulus von der Verbandsgemeindeverwaltung erklärt. Im Zusammenhang mit der Erteilung einer neuen Betriebserlaubnis für die Kindertagesstätte habe es eine Überprüfung durch Fachbehörden gegeben. Bei dieser seien die fehlenden zusätzlichen Ausgänge beanstandet worden. Nach Auskunft der Kreisverwaltung hat es seit 2003 entsprechende Überprüfungen in zirka 50 Kindertagesstätten im Kreisgebiet gegeben. Anlass sei eine entsprechende Anfrage des Landesamtes gewesen. Dass etliche Häuser eine neue Betriebserlaubnis benötigen, hat rechtliche Gründe, wie Sabine Holzer vom Amt für soziale Angelegenheiten in Trier erklärt. "Die meisten Kindergärten hatten keine Betriebserlaubnis nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz, sondern nach dem Jugendwohlfahrtsgesetz." Hintergrund ist laut Peter Teusch von der Wittlicher Bauaufsichtsbehörde, dass viele Kindergärten bereits vor Jahrzehnten gebaut wurden. Seither habe sich der Brandschutz aber weiter entwickelt - zumal für besondere Gebäude, wie Krankenhäuser und Kindergärten. Hinzu komme, dass immer kleinere Kinder die Kindergärten und Tagesstätten besuchten.

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