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Neue Veranstaltung: Sommernacht auf Burg Manderscheid

Manderscheid : Entspannte Sommernacht mit Burgenflair

Die Niederburg Manderscheid hat eine Veranstaltung mehr:  Michael Moll hat mit Unterstützung des Burgenvereins eine Sommernacht mit Poetry Slam, Blues Musik und imposanter Illumination auf die Beine gestellt.

Bei Veranstaltungen auf der Burg Manderscheid kann man bei der „lebendigen Burg“, dem Burgenfest oder der Burgenweihnacht Ritter miteinander kämpfen sehen, das mittelalterliche Leben mit Kleidung, Instrumenten und Essen erleben.

Bei der Sommernacht auf der Burg zeigt sich das imposante Gebäude von einer neuen Seite und es herrscht eine völlig andere Stimmung. Historisch gewandet ist nur Knappe Lukas von der Fuhr zu Manderscheid. Er steht am Eingang der Burg – begrüßt und verabschiedet die Besucher.

Im Innenhof ist für die Sommernacht eine Bühne aufgebaut  und statt Lauten und Flöten werden die Besucher von Gitarrenriffs, Bluesakkorden und Schlagzeugrhythmen der Band „The Blue Drive“ empfangen. An der Burgenmauer lehnen oder sitzen Zuhörer, es sind Bierzeltgarnituren und Stehtische aus Holz aufgestellt. Die Besucher, etwa 250 bis 300 sind es im Laufe des Abends, unterhalten sich, genießen die Musik und die verschiedenen Weine, die es zu probieren gibt.

Neben der Musik hat auch die Sprache einen Platz bei der Sommernacht bekommen. Beim Poetry Slam, also einem Wettbewerb, bei dem Gedichte, Prosa oder Comedy vorgetragen werden, messen sich sieben Teilnehmer mit ihren Texten. Zu hören sind  unter anderem Texte, die sich mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Ein Plädoyer, sich zu trauen, auch einmal nicht der Norm zu entsprechen, trägt beispielsweise die spätere Siegerin des Wettbewerbs, Selina Dahler aus Konz, vor. Denis Winkelbach, ein weiterer Teilnehmer setzt sich ironisch mit dem Thema  wie Menschen Tiere sehen auseinander, indem er die Perspektive eines Kindes einnimmt.

Insgesamt kommt die Veranstaltung bei den Besuchern sehr gut an. Walter Densborn, Mitglied im Burgenverein sagt: „Es ist schon ein Risiko, einmal was ganz anderes zu machen, was keinen ausschließlich historischen Hintergrund hat. Aber ich finde es passt. Es hat Niveau, sowohl die Musik, als auch die Weine und das Essensangebot. Dazu die Burg mit ihrem Hintergrund – wunderbar.“

Ähnlich sieht es Besucher Thomas Grün. Er erklärt: „Die Burg ist ideal für solches ein Event. Das Programm mit dem Poetry Slam und Blues hat mich neugierig gemacht, und ich finde es gut. Ich würde mich freuen, wenn es sich rundspricht und im nächsten Jahr noch mehr Leute hier wären.“

Als die Dunkelheit einsetzt und die Band Tinnef  mit Jazz-Pop die Besucher unterhält, beginnt ein ganz besonderer Programmpunkt. Eine Lichtershow, die von einem professionellen Unternehmen gemacht wird und mit nur wenigen Lichtpunkten großartige Effekt erzeugt. Die Burg wird beispielsweise in ein warmes Rot getaucht, das die gesamte Anlage einnimmt und die Sommernacht zu etwas Besonderem werden lässt.

Michael Moll, der den Abend organisiert hat, ist mit dem Verlauf der Premiere sehr zufrieden. Er zieht Bilanz: „Die Stimmung ist super. Es ist ein breites Publikum hier, auch Menschen, die jetzt nicht nur wegen der historischen Mauern da sind, sondern den Abend in diesem Ambiente genießen möchten. Für das erste Mal bin ich sehr zufrieden, aber erst nach drei Jahren kann man sicher sagen, ob sich die Veranstaltung etabliert hat.“