Neuer Asphalt für marode Pisten im Kreisgebiet

Neuer Asphalt für marode Pisten im Kreisgebiet

Der vergangene Winter hat den Straßen im Kreis zugesetzt. Schlaglöcher müssen ausgebessert werden. Der Landesbetrieb Mobilität ist dabei, die Schäden zu beseitigen. Manche Straßen müssen deshalb zeitweise gesperrt werden.

Bernkastel-Wittlich. Auch wenn inzwischen die Sonne hin und wieder scheint und die Temperaturen seit Monaten über 0 Grad liegen - die Folgen des vergangenen Winters sind jedoch immer noch im Landkreis präsent. Das zeigt sich an manchen Schlaglöchern, die flotten Autofahrern die Laune verderben. Der Landesbetrieb Mobilität muss 8,9 Millionen Euro lockermachen, um die Schäden im gesamten Land Rheinland-Pfalz zu beseitigen. Wie Winterschäden entstehen: Die Straßen werden nicht unbedingt durch anhaltende Frostperioden geschädigt, sondern durch den Wechsel von Frost und Tauwetter. Das sei gerade im vergangenen Winter häufig vorgekommen, erklärt Verena Blümling von der LBM-Zentrale in Koblenz. Eingesickertes Wasser dehnt sich aus, wenn es gefriert, und sprengt den Asphalt. Taut es tagsüber wieder auf, kann es weiter eindringen und nachts wieder gefrieren. Es ist gerade dieser Kreislauf von Plus- und Minusgraden, der den Straßen stark zusetzt. Wie die Reparatur erfolgt:Der LBM rückt kleineren Schäden mit sogenannten Kleinfertigern (siehe Extra) zu Leibe. Das sind fahrbare Baumaschinen, die die Asphaltdecke anfräsen und mit neuem Belag auffüllen. Eine solche Maschine kann bis zu 120 Tonnen Asphalt pro Tag aufbringen. Die größeren Schäden erfordern jedoch aufwendigere Arbeiten, so dass dabei auch mit längeren Sperrungen zu rechnen ist. Was repariert werden muss:Der LBM Trier, der für die Landkreise Bernkastel-Wittlich und Trier-Saarburg zuständig ist, hat dafür Mittel in Höhe von 877 000 Euro erhalten. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr, denn da benötigte der LBM nur 250 000 Euro. Die dem LBM Trier für Winterschäden zugewiesenen Haushaltsmittel bei Landesstraßen (877 000 Euro) setzen sich aus zwei Paketen zusammen:Einerseits geht es um großflächige Maßnahmen, wozu die Reparatur der L 47 Klausen - Osann (300 Straßenmeter), L 64 Hasborn - Laufeld (970 Straßenmeter) und die L 160 Industriestraße Morbach (920 Straßenmeter) zählen und darüber hinaus kleinere Reparaturen. Diese werden in Teilabschnitten von Landes- und Kreisstraßen erfolgen. Wann repariert wird:Diese Baumaßnahmen müssen allerdings ausgeschrieben werden. Erst in der zweiten Jahreshälfte sei mit ihrer Umsetzung zu rechnen (Bauvolumen 385 000 Euro). Dabei sei mit längeren Vollsperrungen zu rechnen.Hans-Michael Bartnick vom Landesbetrieb Mobilität in Trier erläutert, dass circa 20 kleinere Landes-Maßnahmen im Zuge des Kleinfertiger-Programms hinzukommen. Deren Einzelkosten liegen zwischen 5000 und 70 000 Euro, insgesamt sind es 492 000 Euro. Wie Bartnick erläutert, müsse auch bei den Kleinfertiger-Maßnahmen "eine Vollsperrung erfolgen, die jedoch nur wenige Tage lang dauert". Diese Arbeiten laufen noch bis Ende August. Extra

Kleinfertiger: Statt wie früher Schadstellen an Fahrbahnen nur kleinflächig zu flicken, werden schadhafte Abschnitte in größeren Bereichen zunächst mit einer fahrbaren Baumaschine abgefräst. Danach wird eine neue Fahrbahndecke mit speziellen Maschinen, den sogenannten Kleinfertigern, aufgebracht. Im Ergebnis wird so eine gegenüber den bisherigen Flickarbeiten deutlich bessere Fahrbahnoberfläche erreicht. Von diesem Verfahren sollen insbesondere Straßen mit geringerer Verkehrsbedeutung profitieren, die trotz eines grundsätzlichen Sanierungsbedarfs bislang nicht in einem Bauprogramm berücksichtigt werden konnten. hpl

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