Neuer Bildband über Wittlich füllt Marktlücke

Neuer Bildband über Wittlich füllt Marktlücke

Wittlich wird auf vielerlei Art in gedruckter Form gewürdigt. Jetzt gibt es eine neue Publikation: Ein Bildband mit mehrsprachigen kurzen, informativen Texten, der eine Marktlücke schließt. Ulrich Jacoby, seit 1965 bei der Stadtverwaltung Wittlich beschäftigt und jetzt im Ruhestand, ist der Autor.

Wittlich. Mit Öffentlichkeitsarbeit kennt er sich aus: Ulrich Jacoby war unter anderem Pressesprecher der Stadtverwaltung. Den Ruhestand hat er genutzt, um an einem Bildband über seine Heimatstadt zu arbeiten. Im TV-Interview spricht er über dieses Projekt. Die Fragen stellte Redakteurin Sonja Sünnen.Wie kam Ihnen die Idee zum Buch?Ulrich Jacoby: In der Buchhandlung wird fast täglich nach einem Bildband über Wittlich nachgefragt, den es nicht gab. Jetzt liegt er vor.Wer ist Thorsten Krüger, der daran mitgearbeitet hat?Jacoby: Der Fotograf Thorsten Krüger wurde vom Wartberg Verlag beauftragt. Herr Krüger war zwei Tage in Wittlich, er hat die Fotos nach einer Motivliste von uns gemacht. Ich habe ihn bei der Suche der Objekte unterstützt. Wie kam die Entscheidung fürs Titelbild?Jacoby: Das Alte Rathaus war erste Wahl für den Titel, dieses Gebäude hat einfach den größten Wiedererkennungswert. Vorne Markt mit Altem Rathaus, hinten Eventum: Und wie bekam dieser Neubau die Ehre einer prominenten Platzierung?Jacoby: Das letzte fertiggestellte öffentliche Gebäude in der Stadt ist das Eventum, ein imposanter moderner Bau. Mit dem Kunstwerk Boogie-Woogie im Vordergrund gewährt das Foto auf der Rückseite einen Ausblick auf das moderne Wittlich, welches im Buch ja kaum dargestellt wurde. Wie lange hat es von der Idee bis zum fertigen Produkt gedauert?Jacoby: Die Idee, einen Bildband aufzulegen, tragen wir schon einige Zeit mit uns herum. Anfang des Jahres wurde die Sache aufgegriffen und mit dem Wartberg Verlag eine Vereinbarung abgeschlossen. Anfang Juli wurden die Fotos gemacht, dann ging es plötzlich ziemlich schnell. Es war für meine Frau und mich schon ein tolles Gefühl, als wir das fertige Buch am 23. September in der Hand hielten!Die große Kunst ist das Weglassen: Was hätten Sie gerne noch reingepackt?Jacoby: Das Buch hat 48 Seiten mit über 100 Fotos. Beim Korrekturlesen fallen einem dann eine ganze Reihe von Gebäuden, Straßenzügen und Ecken in Wittlich auf, die man auch hätte abbilden können. Vielleicht beim nächsten Mal ...Welches ist denn Ihr Lieblingsbild, Ihr Lieblingsecken in der Stadt?Jacoby: Wo meine Lieblingsecken sind, kann ich nicht sagen. Die wechseln je nach Jahreszeit, Stimmung und Anlass. Ich finde die in den Band aufgenommenen Nachtaufnahmen beeindruckend. Die Schääl Saidt plus die Stadtteile sind ja auch vertreten: Wieso haben Sie den Blick nicht auf die Kernstadt beschränkt?Jacoby: Wir wollten keinen Bildband über die Altstadt auflegen, sondern einen über Wittlich. Deshalb gehören Fotos aus den Stadtteilen dazu. Sie haben sich ja beruflich Ihr Leben lang mit Wittlich in der Stadtverwaltung beschäftigt. Mit welchem Gebäude haben Sie eigentlich am meisten über Jahre zu tun gehabt?Jacoby: Im Alten Rathaus habe ich meine Lehre begonnen und viele Jahre gearbeitet. Später war ich Schriftführer im Stadtrat, der noch lange im großen Sitzungssaal getagt hat. Daran knüpfen sich schon viele berufliche Erinnerungen. Da könnte man ein Buch drüber schreiben. Warum die englische, französische Übersetzung?Jacoby: Die Touristen, die Wittlich besuchen, kommen aus Holland, Amerika, England oder Frankreich oder sprechen englisch. Diese Besucher sollen die Texte lesen können. Wer ist die Zielgruppe?Jacoby: Nachgefragt in der Buchhandlung wird meist von Touristen, die etwas über Wittlich erfahren wollen. Der Bildband ist aber auch ein schönes Mitbringsel bei Auslandsaufenthalten, Partnerschaftbegegnungen und Firmenbesuchen aus dem Ausland bei Wittlicher Firmen. Es ist aber auch ein schönes Buch für alle Wittlicher, man sieht die Stadt mit anderen Augen. Der Verkauf ist gut angelaufen. Es wurden schon über 70 Bücher verkauft. Und was sagt Ihre Frau dazu, dass Sie jetzt einen Wittlich-Bildband herausgebracht haben?Jacoby: Der Farbbildband wurde nicht von mir, sondern von der Altstadt Buchhandlung aufgelegt. Meine Frau freut sich, dass es endlich ein Buch über Wittlich gibt und sie die Nachfrage in der Buchhandlung damit abdecken kann. Für mich war es eine schöne, neue Aufgabe. Das Recherchieren hat Spaß gemacht, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Was lesen Sie eigentlich gerade?Jacoby: "Die Schlafwandler" von Christopher Clark. Ein hochinteressantes neues Sachbuch, in dem darlegt wird, wie Europa 1914 innerhalb von 37 Tagen vom Frieden in den Ersten Weltkrieg geschlittert ist. sosExtra

Der Farbbildband "Wittlich" wurde von der Altstadt Buchhandlung in einer Auflage von 1500 Büchern aufgelegt. Der Preis beträgt 14,95 Euro. Erhältlich ist die 48-seitige Publikation in der Altstadt Buchhandlung, Burgstraße 36, der Touristinformation, Neustraße 18, und beim Warenhaus Bungert. sos