Neuer Pfad für Manderscheid

Der Weg rund um die Wahrzeichen der Stadt wird verlegt. Im neuen Teil des Burgenstiegs steckt viel ehrenamtliche Arbeit drin.

Manderscheid (will/red) Der Burgenstieg in Manderscheid, der einmal rund um Nieder- und Oberburg führt und dem Wanderer dabei eine gute Sicht auf die beiden Burgen bietet, wird um das Teilstück Rittersteig ergänzt. Zwar wird der Steig dadurch nicht länger, aber die Wegeführung wird verlegt.
Eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die sich die Wegelagerer nennt, hat vor rund einem Jahr den noch aus alten Zeiten bestehenden, aber völlig zugewachsenen Pfad, der einst direkt in den Felsen geschlagen wurde, freigeschnitten und mit Seilen gesichert (der TV berichtete). Die Wegelagerer Hans-Jürgen Neuhaus, Uli Boll, Werner Stadtfeld und Erich Pantenburg haben die Seile, die die Wanderer auf dem Rittersteig sichern, extra aus Österreich kommen lassen, eine Spezialanfertigung, die sonst hauptsächlich in den Alpen eingesetzt wird.
Die Kosten für die Freilegung des Rittersteigs hatte einst die Stadt Manderscheid übernommen. An sechs Samstagen hatten die Wegelagerer an der Fertigstellung des Steigs gearbeitet, rund 100 Stunden Engagement stecken darin.
Der Rittersteig führt vom Aussichtspunkt Belvedere hinab zur Niederburg und bezieht drei Aussichtspunkte mit schönen Ausblicken, darunter den bekannten Grafenfels, mit ein.
Ein Flyer mit der neuen Wegführung wird bald erscheinen. Weitere Infos erhalten Wanderfreunde bei der Gesundland-Touristinformation Manderscheid, Telefon 06572/ 9989005, E-Mail an die Adresse manderscheid@gesundland-
vulkaneifel.de.
Extra: DER RITTERSTEIG AN DEN BURGEN

Neuer Pfad für Manderscheid
Foto: (m_kreis )


(will) Der Manderscheider Rittersteig ist in den ältesten überlieferten Wanderkarten eingezeichnet. Sie stammen aus dem 19. Jahrhundert. Wann der Felsenpfad angelegt wurde, ist nicht mehr nachvollziehbar. Allerdings spricht vieles dafür, dass der Weg schon zu Zeiten der Ritter und Grafen in den Fels geschlagen wurde. Im Laufe der Jahre geriet der Weg jedoch immer mehr in Vergessenheit, und die Natur überwucherte den Fels.