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Neuer Treffpunkt für Bürger und Urlauber

Neuer Treffpunkt für Bürger und Urlauber

Zwei Jahre nach Abschluss der fünfjährigen Kanal- und Straßenbauarbeiten hat der Brauneberger Ortsteil Hirzlei den Dorfeingangsplatz eingeweiht, der im Zusammenhang mit dem Projekt geplant worden war. Die Realisierung erleichterten engagierte Helfer und Spender.

Hirzlei. Noch ist nicht alles fertig. Zwischen Buswartehäuschen und Spielgeräten fehlen noch eine Infotafel und die Plätze fürs Martinsfeuer und den Weihnachtsbaum. Außerdem werden weitere Stellplätze angelegt und Bäume gepflanzt. Doch der nun offiziell eröffnete Hirzleier Dorfplatz wird bereits rege genutzt, freut sich Ortsvorsteherin Anita Reichert. Von zuhause aus sehe sie oft Leute auf den Bänken sitzen und Kinder spielen: "Das ist ein richtig schönes Tal." Spaziergänger nutzen die Anlage ebenso wie Anwohner, die zahlreich zur Eröffnung des Platzes kamen. Reichert ist daher zuversichtlich, dass mit weiteren Spenden bald noch ein Spielgerät für Kleinkinder aufgestellt werden kann.
Die Chancen stehen gut. Denn bisher ließen sich Bürger und Unternehmen nicht lange bitten. Bei anstehenden Arbeiten packten sie bereitwillig mit an und unterstützten mit Geld- und Sachspenden.
Den Anfang machten ein Schild und ein Kupferkübel fürs Bürgerhaus sowie zwei Blumenkästen am Brückengeländer. Die Dorfgemeinschaft, ein örtlicher Verein, steuerte wie auch die Gemeinde oder Privatleute Blumen und Sträucher bei, die Bürger unentgeltlich pflanzten. So wurde nicht nur der Dorfplatz verschönert, sondern auch ein Brunnen. Umfangreichere Erdarbeiten übernahmen Braunebergs Gemeindearbeiter, unterstützt von Privatleuten, die Muskelkraft oder Geräte zur Verfügung stellten. Ortsbürgermeister Udo Schiffmann, nach dessen handschriftlicher Skizze der Platz angelegt wurde, schätzt allein die Kosten für gekauftes Material auf 10 000 bis 12 000 Euro. Die Spielgeräte für 3000 Euro stiftete die Dorfgemeinschaft, das Bushäuschen ein regionaler Energieversorger. Nicht in Euro beziffern kann er die Arbeit der Gemeindearbeiter und die der Helfer: "Hier ist Ehrenamt praktiziert worden." Dass der Ortsteil nun über ein "Zentrum, an dem man sich trifft" verfüge, sei nicht nur schön für die Bürger, sondern auch mit Blick auf den Tourismus. Wichtige Voraussetzungen waren die Verkaufsbereitschaft der früheren Eigentümer sowie das Einlenken der Aufsichtsbehörde.
Das Gelände, das sich teils über Burgener Gemarkung erstreckt, sollte zunächst als Hochwasserrückzugsfläche dienen. Entscheidend waren aber vor allem die 2013 abgeschlossenen fünfjährigen Bauarbeiten. Wie berichtetet, wurden für 2,5 Millionen Euro neue Kanal- und Wasserleitungen verlegt und die Straßen erneuert. urs