Neuerburger warten auf ein Bürgerhaus

Neuerburger warten auf ein Bürgerhaus

Der dienstälteste Ortsvorsteher lebt in Neuerburg. Seit 1990 vertritt Reinhold Westhöfer den Stadtteil. Wichtigstes Projekt für die fünf Prozent der Wittlicher, die in Neuerburg leben, ist und bleibt ein Bürgerhaus in der Tannenstraße.

Wittlich-Neuerburg. "Ohne Zweifel das neue Bürgerhaus in der Tannenstraße" - Das ist Reinhold Westhöfers Antwort auf die Frage, was bedeutendstes aktuelles Projekt für Neuerburg sei.

Das seit langem geforderte Bürgerhaus wird vom Stadtrat mitgetragen. Das erhofft sich der Neuerburger auch für andere Vorhaben mit Blick auf die längerfristige Zukunft des Stadtteils.

Als wichtige Themen nennt er: "Hier sehe ich die Verkehrsberuhigungsmaßnahme auf der B 49 beim Ortsausgang Richtung Bausendorf und die Umbaumaßnahme im Feuerwehrgerätehaus. Weiterhin wollen wir ein neues Dorferneuerungskonzept auflegen."

Das sind größere Maßnahmen, die die Stadt Wittlich mitzutragen hat. Immerhin hat ein Ortsvorsteher ja hauptsächlich beratende, vermittelnde Funktion. Allein ein Ortsvorsteherbudget kann er im jeweiligen Stadtteil verwalten. 1500 Euro im Jahr sind es etwa in Dorf, 2500 Euro im größeren Bombogen. Wie hoch ist der nach Einwohnerzahl berechnete Betrag in Neuerburg und wofür hat Reinhold Westhöfer ihn 2009 investiert? Darüber will er nicht informieren, seine Antwort lautet: "Über Höhe und Verwendungszweck des Ortsvorsteherbudgets möchte ich über diesen Weg keine Auskunft geben. Aber alles wird vereinbarungsgemäß verwendet, und die Ausgaben werden jährlich von der Verwaltung geprüft."

Konkreter wird der Vermessungstechniker auf die Frage nach den drei wichtigsten Investitionen der Stadt im Stadtteil Neuerburg: "Da ist zum Ersten das Dorferneuerungskonzept aus dem Jahr 1985, das in den meisten Teilen - zum Beispiel Neugestaltung Kirchenvorplatz, Neugestaltung Ecke Eichenstraße/Tannenstraße Festplatz, Neugestaltung Reitertsplatz und so weiter - umgesetzt werden konnte, zum Zweiten die Kindertagesstätte Neuerburg und zum Dritten das neue Bürgerhaus."

Knapp ist Westhöfers Antwort auf die Frage nach seinem Wunsch als Ortsvorsteher für 2010: "Den gesteckten Zielen näher zu kommen."

Und auf welche Stadtratsbeschlüsse zählt der CDU-Mann, um "seinen" Stadtteil optimal voranbringen zu können? "Auf alle, die den Stadtteil Neuerburg betreffen", sagt Westhöfer.

Und warum lebt er überhaupt in dem Stadtteil und nicht in Wittlich? Reinhold Westhöfer: "Meine Eltern haben 1958 als Wohnort die damals noch eigenständige Gemeinde Neuerburg gewählt. Und das war gut so."

Apropos Eigenständigkeit. Was wäre denn, wenn Neuerburg immer noch eigenständig wäre? Darüber will sich Reinhold Westhöfer keine Gedanken machen: "Ich spekuliere nicht."

Mehr von Volksfreund