Neues Bauland in Bombogen

Mehr als 1000 Jahre zählt Bombogens Geschichte. Dabei hat sich das Altdorf seit 1995 durch das Neubaugebiet Hofflürchen I enorm gewandelt. Nun folgt mit dem geplantem Baugebiet Hofflürchen II der nächste Schritt zu noch mehr Einwohnern im heutigen Stadtteil von Wittlich.

Wittlich. Blickt man aus der Vogelperspektive auf Bombogen, sieht man einen unbebauten Winkel. Er liegt zwischen der L 55 und dem Neubaugebiet, das Hofflürchen I getauft ist. Das Gelände ist 44 000 Quadratmeter groß, davon könnten 23 000 Quadratmeter bebaut werden. Auch dieses Gelände ist getauft: Hofflürchen II.
Die Fläche soll Bauland werden. 40 Einfamilienhäuser auf Grundstücken von 360 bis 590 Quadratmetern und drei Mehrfamilienhäuser auf 660 bis 1300 Quadratmetern passen dorthin.
"Zwischen 150 bis 200 Menschen", so schätzt Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadtverwaltung, könnten dort einmal eine neue Heimat finden. Das Gelände gehört bis auf eine Ausnahme der Stadt Wittlich. Sie hat auch einst das Vorläufermodell Hofflürchen I auf den Weg gebracht. Das hat 110 000 Quadratmeter, und dort sind laut Jan Mußweiler aktuell 528 Menschen gemeldet. Mit ihnen hatte sich damals Bombogens Einwohnerzahl fast verdoppelt.
Eine rasante Entwicklung, die den sozialen Frieden im Dorf gefährdete, insbesondere weil es viele Aussiedler zu integrieren galt, woraus unter anderem das Projekt "Runder Tisch Bombogen" und der Jugendraum entstanden sind.
Aktuell hat der Stadtteil Bombogen 1384 Einwohner. Zum Vergleich: Die Stadt Manderscheid hat 1330, Wittlichs größter Stadtteil Wengerohr 2800 Einwohner. Und nun kann Bombogen wieder zulegen. Doch bis es soweit ist, wird es noch dauern. "Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan ist im Mai 2014 geplant. Dann soll das neue Wohngebiet stufenweise entwickelt werden. Demnach sollen zunächst die Grundstücke an der Straße ,An der Neuwiese\' vermarktet werden. In einem zweiten Schritt wird dann die innere Gebietserschließung hergestellt und somit die restlichen Grundstücke erschlossen", sagt Jan Mußweiler.
Bombogens Ortsvorsteher Hermann-Josef Krämer sagte zum Vorhaben im Stadtrat: "Grundsätzlich sind wir froh, dass wir damit Baustellen anbieten können, denn Bombogen hat keine mehr. Die Planung halten wir für gelungen." Gewünscht hätte man sich eine zweite Zufahrt zur L 55, die aber nicht möglich ist.
Nun soll das Gebiet hauptsächlich über die Alberostraße angebunden werden, was unter anderem unmittelbaren Nachbarn nicht wirklich gefällt. Es gibt im Zusammenhang mit der Beteiligung der Öffentlichkeit am Verfahren Kritik von einem Paar, das an der Neuwiese lebt: "Die Erschließung über die Straße an der Neuwiese auf die Alberostraße ist schon jetzt eine Zumutung. (…) Mit weiteren 100 Autos wird es noch schlimmer." sos
Ein Kaufpreis für die Grundstücke steht noch nicht fest. Ansprechpartner ist Wolfgang Aßmann, Telefon 06571/171321.