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Neues Bewegungsbad in Bernkastel-Kues

Neues Bewegungsbad in Bernkastel-Kues

Für den SFG Bernkastel- Kues gilt: Der Bau eines 1,2 Millionen teuren Bewegungsbades sichert dem Großverein wichtige Einnahmen. Baubeginn soll noch dieses Jahr sein. Wegen der Sanierung des Wittlicher Bades ist mit keiner Förderung des Kreises für den Verein zu rechnen.

"Gewaltiger Schritt für großen Verein." So titelte der TV am 14. Oktober 2016 zu der geplanten Investition des Vereins für Sport, Freizeit und Gesundheit (SFG) Bernkastel-Kues. Der Hintergrund: Der mit etwa 2000 Mitgliedern größte Verein im Kreis Bernkastel-Wittlich hatte damals seine Pläne verkündet, für 2,5 Millionen Euro eine Multifunktionshalle (60 mal 20 Meter) zu bauen. Herzstück sollte ein Bewegungsbad sein. Um es herum sollten sich mehrere Kursräume gruppieren.

Damals sah es so aus, als ob das Projekt 2017 auf der Prioritätenliste für den Sportstättenbau im Kreis Bernkastel-Wittlich auf Platz zwei stehe. Das hatte die Aussichten auf Zuschüsse von Land und Kreis genährt. Im Oktober 2016 war die Sanierung des Wittlicher Hallen- und Freibades zurückgestellt worden, weil die Pläne noch nicht vorlagen.
Manuel Follmann, Pressesprecher der Kreisverwaltung, bestätigt dies. Mittlerweile gibt es die Pläne. Wittlich genießt damit für die Prioritätenliste 2018 wieder Vorrang. Und da die Änderungen der SFG nach Kenntnis des Kreises auch noch nicht abgeschlossen sind, sei in diesem Jahr mit keiner Förderung für den Verein zu rechnen.

Dafür hat Vorsitzender Günter Wagner, der auch dem Sportkreis vorsteht, Verständnis. Deswegen fasst der Verein nun eine abgespeckte Version ins Auge. Auf dem Gelände neben der Geschäftsstelle soll ein etwa 30 mal 20 Meter großer Bau mit dem Bewegungsbad (14 mal sieben Meter) entstehen.

120 000 Euro habe der Verein bereits in Kauf und Planung investiert. Es bleibe, so Wagner, die Option auf eine spätere Angliederung weiterer Räume. 1,2 Millionen Euro könnte der SFG, so Wagner, derzeit investieren - auch ohne Zuschüsse. Schatzmeister Daniel Haag rät zu diesem Projekt. "Wir stehen auf soliden Beinen. Durch den Neubau wappnen wir uns für die Zukunft. Damit brechen uns dann auch die Kursgebühren von 100 000 Euro pro Jahr nicht weg", sagt er. Bisher nutzt der SFG das Moselbad der Verbandsgemeinde und Bäder des Reha-Zentrums und der Rosenbergschule auf dem Kueser Plateau. Der Bedarf könne aber nicht gedeckt werden. "Es gibt lange Wartelisten", sagen Günter Wagner und Geschäftsführer Dirk Zenzen, einer von zehn hauptamtlichen Mitarbeitern des Vereins. Auch als Arbeitgeber habe der SFG eine Verantwortung. Baubeginn soll, so Günter Wagner, möglichst noch dieses Jahr sein.