Neues Nadelöhr

HUNSRÜCK. (iro) Die Arbeitsgemeinschaft regionale Verkehrsentwicklung Hunsrück warnt davor, die Bundesstraße 327 zwischen Lötzbeuren und Raversbeuren nicht wieder herzustellen. Dass diese Verbindung anders als bisher vorgesehen weiter gesperrt bleibt, hatte kürzlich Verkehrsminister Hendrik Hering angekündigt.

Auf der Bundesstraße 50 bei Sohren und Büchenbeuren solle kein neues Nadelöhr entstehen, warnt Willi Feilen von der Arbeitsgemeinschaft regionale Verkehrsentwicklung Hunsrück. Der Vorsitzende der Gruppierung appelliert an alle politisch Verantwortlichen, "sich vor Ort darüber zu informieren, wie wichtig und notwendig die Wiederherstellung der B 327 für die gesamte Region ist". Der neuerliche Lückenschluss würde bedeuten, dass unnötige Umwege nicht gefahren werden und der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge reduziert werde. Das sei sicher auch im Sinne des Flughafens Frankfurt-Hahn, argumentiert Feilen weiter. Die Arbeitsgemeinschaft hat 72 Mitglieder, darunter der Kreisbauernverband Bernkastel-Wittlich, die Stadt Kirchberg und diverse Unternehmen. Die Straße war vor gut eineinhalb Jahren im Zusammenhang mit dem Ausbau des Flughafens Frankfurt-Hahn gesperrt worden. Damals war angekündigt worden, dass die Hauptverkehrsader ein Jahr geschlossen bleiben solle. Bis dahin sollte eine Paralleltrasse fertiggestellt sein. So war es im Planfeststellungsverfahren für die Startbahn-Verlängerung am Hunsrück-Airport vorgesehen. Die Erweiterung eines Schutzgebiets hatte Minister Hering zu der Aussage veranlasst, dass die neue Trasse nicht gebaut werde. Nach dem Bau einer Umgehungsstraße bei Bärenbach sollen die Fahrzeuge künftig über die B 50 ausweichen und via Bärenbach zurück auf die B 327 Richtung Koblenz geleitet werden.