Neugierig auf Nobel-Club

Geöffnet ist die "Villa Conte", der neue Nobel-Club am Trierer Stockplatz, schon seit einigen Tagen, doch erst jetzt war die offizielle Eröffnungsparty mit großem Showprogramm und zahlreichen Gästen.

Trier. Feuriger Auftakt in der "Villa Conte" am Stockplatz: Kaum hat es zwölf geschlagen, beginnt das angekündigte Showprogramm zur offiziellen Eröffnungsparty des neuen Trierer Nobel-Clubs. Mit zwei lodernden Fackeln jongliert der erste Akteur des Abends vor dem DJ auf der kleinen Bühne. Beide Etagen des Clubs sind schon seit über einer Stunde gut gefüllt, an der Kasse stehen weitere Gäste Schlange. Vor allem Neugier ist es, was die Besucher derzeit in die neue "Villa Conte" führt. Ein Club, der nach eigener Aussage mit Clubs der europäischen Metropolen wie Paris oder Mailand mithalten möchte.Das Ambiente ist dementsprechend nobel angehaucht, im Inneren ist fast alles in Schwarz und Weiß gehalten. Zwischen den Gästen schwirren die zahlreichen Bedienungen in ihrer, an Admirals-Uniformen erinnernden Kleidung umher. Dazwischen stehen ein paar Sicherheits-Leute in ihren dunklen Anzügen und passen auf, dass auch wirklich nichts und niemand den unterhaltsamen Abend der Gäste trübt.Hinter der Theke gegenüber der Garderobe läuft auf einem Flachbildschirm mit stilechtem Bilderrahmen "Saturday Night Fever" mit John Travolta. Passend dazu legt der DJ an diesem Abend massenkompatible Dance- und Chart-Nummern auf. Das ist auch sinnvoll, denn das Publikum ist bunt gemischt, von 21 bis 55 ist alles zu finden. "Schick oder schrill" soll man gekleidet sein, um an den Türstehern vorbeizukommen. An diesem Abend dominiert eindeutig "schick". Pumps sind bei Frauen scheinbar Pflicht, auch das kleine Schwarze wird gern gesehen. Bei den Männern blitzen aber durchaus mal ein Paar Sneakers hervor. So nobel wie die Gäste ist auch die Getränkekarte. Ins Auge springt dabei die Methuzalem-Flasche Dom Perignon für 15 000 Euro. Zwei bis drei Flaschen will der Club davon pro Jahr verkaufen. Durchaus häufiger geht an diesem Abend die Standartflasche Champagner ab 110 Euro weg. Stilvoll serviert mit kleinem Tischfeuerwerk.Inhaber Angelo Presti ist mit den ersten Tagen "sehr zufrieden". "Es ist ja am Anfang immer spannend, wie sich alles entwickelt, aber bisher läuft alles sehr gut", sagt Presti. Die Gäste seines Clubs kämen aus Luxemburg, Trier und der Umgebung, berichtet er im TV-Gespräch.Eine Frau, die aus Moskau stammt, aber in Trier lebt, vergleicht die "Villa Conte" mit den Clubs, die sie aus Moskau kennt. Diese seien natürlich viel größer, aber "für Trier ist das hier ganz schön geworden, eigentlich perfekt". Ihr gefallen die Bedienungen: "Das hat schon was." Eine andere Frau ist vom neuen Club nicht so begeistert: "Ich hätte mir mehr erwartet", sagt sie, als sie an der Garderobe auf ihren Mantel wartet. So resolut die Bedienungen sind, wenn man sich versehentlich an einen reservierten Tisch - und das sind an diesem Abend alle - setzt, so nachlässig wird derzeit noch das gerade in Kraft getretene Rauchverbot gehandhabt. Zwar ist an der Eingangstür ein "Rauchen verboten"-Schild angebracht, aber im oberen Bereich wird geraucht. Inhaber Presti bestätigt, dass im unteren Bereich das Rauchen verboten sei, es oben aber geduldet werde und verweist auf die gute Abzugsanlage.