Nicht nur der Radweg kommt voran

MANDERSCHEID. In der Verbandsgemeinde Manderscheid wird bald so einiges gebaut: ein Fußweg zwischen Großlittgen und Himmerod sowie Feuerwehrgerätehäuser in Greimerath und Meerfeld. In der VG-Ratssitzung war außerdem der "Vulkanbike Trailpark" Thema.

Das Baugewerbe boomt - und die Verbandsgemeinde Manderscheid trägt dazu etwas bei. Neben der Freibad-Sanierung, für deren erste Arbeiten der Verbandsgemeinderat grünes Licht gegeben hat (der TV berichtete), ging es um vier weitere Projekte in der VG-Ratssitzung. Wie Bürgermeister Wolfgang Schmitz mitteilte, wurde die Zustimmung für den vorzeitigen Baubeginn des Meerfelder Feuerwehrgerätehauses erteilt. Im Sommer 2007 sollen die Bauarbeiten beginnen, so dass die Freiwillige Feuerwehr in Herbst und Winter den Innenausbau selbst bewerkstelligen kann. Und nochmal Feuerwehr: Einstimmig verabschiedete der VG-Rat die Vergaben für das Greimerather Feuerwehrgerätehaus. Es ging um Erd-, Entwässerungs- und Maurerarbeiten, Zimmer-, Dachdecker- und Klempnerarbeiten, um Innen- und Außenputz, Zementanstrich, Metallbauarbeiten, Schlosser- und Schreinerarbeiten, WC-Trennwandanlagen, Gerüstbau und einen Flüssiggasbehälter, summa summarum: 127 562 Euro. Wie in Meerfeld soll auch hier die Feuerwehr den Innenausbau selbst übernehmen und wie für Meerfeld zeigte sich Schmitz auch hier davon überzeugt, das dies gut klappen werde. Ein weiteres Projekt, das nun ins Rollen kommt, ist der Fußweg von Großlittgen nach Himmerod entlang der L 34. Die Gemeinde erhält einen 50-prozentigen Zuschuss von rund 21 300 Euro für das Anlegen des Wegs vom Einmündungsbereich Gewerbegebiet bis zur Zufahrt Sonnenhof sowie für die Errichtung von Infotafeln. Die Tafeln dienen der "verbesserten touristischen Inwertsetzung der GEO-Route zwischen Großlittgen und Eisenschmitt". Der Zuschuss kommt im Rahmen des Leader-plus-Programms zur Hälfte von der EU und vom Land. Großlittgen muss die restlichen Kosten selbst übernehmen. Schmitz ergänzte: "Die Verbandsgemeinde war in der Vergangenheit überaus erfolgreich beim Leader- plus-Programm, das wollen wir auch in Zukunft sein." Kontrovers diskutiert der Rat die Sanierung der Hausmeisterwohnung der Regionalen Schule, über die schon viel beratschlagt worden war. Helmut Quint (SPD) warf ein, dass eine Flachdachsanierung immer nur ein Provisorium sei. Zudem passten Flachdächer nicht in die Eifel. Dennoch beschloss der Rat mehrheitlich, die Flachdachsanierung samt Dämmung für rund 20 900 Euro. Fünf Ratsmitglieder stimmten dagegen, zwei enthielten sich."Vulkanbike Trailpark": alle Orte der VG eingeplant

Abschließendes Thema war der "Vulkanbike Trailpark". Der Radweg soll auf 1000 Kilometern durch fünf Verbandsgemeinden (Daun, Kelberg, Gerolstein, Manderscheid, Ulmen) führen. In der VG Manderscheid ist es Ziel, alle Gemeinden an dem Weg teilhaben zu lassen. Rainer Schmitz, Leiter der Kurverwaltung, informierte, dass die Strecke, die auf bereits vorhandenen Wegen verläuft, weitgehend abgeklärt sei. Die Firma, die das Konzept erstelle, prüfe noch die aktuellen Änderungen auf ihre Tauglichkeit. Zum wiederholten Mal merkte Hans-Peter Weiler (FWG) an, die Gemeinde Bettenfeld könne ihre Jagdpachteinnahmen von rund 40 000 Euro durch den Radweg verlieren. Zudem kritisierte er, dass der Bettenfelder Rat bislang nicht über den Streckenverlauf in der eigenen Gemeinde informiert worden sei. Bürgermeister Schmitz entgegnete, dass in Bettenfeld vorgegangen werde wie in allen anderen Orten auch. Zunächst werde das Einvernehmen mit den Jagdpächtern hergestellt und dann der Rat informiert. Die Neuverpachtung hänge sicherlich nicht von den Radwegen, sondern von anderen Dingen ab.