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Nicht überall läuft die Arbeit rund

Nicht überall läuft die Arbeit rund

Der Wähler hat am 7. Juni gesprochen. Doch in einigen Gemeinden in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues wird weiter nach Personen für die kommunalen Spitzenpositionen gesucht.

Graach/Erden/Lösnich/Ürzig. (cb) Die konstituierenden Sitzungen in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues sind über die Bühne gegangen. Doch nicht überall kommt die politische Arbeit nun auch wie geplant in Gang.

Wie berichtet, gibt es in Graach, Erden und Lösnich keine neuen Ortsbürgermeister. In Graach erreichte Bewerber Albert Kemmer bei der Urwahl am 7. Juni nicht die erforderliche Mehrheit. Die Neuwahl ist für den 27. September, den Tag der Bundestagswahl, geplant. Bis Mitte August können sich Kandidaten melden. Die Amtsgeschäfte führt vorerst Werner Geller weiter, der am 7. Juni nicht mehr kandidierte.

Stichtag ist der 27. September



Voraussichtlich am 27. September wird es auch in Lösnich zu einer neuen Ortsbürgermeister-Urwahl kommen. Dort ist der am 7. Juni wiedergewählte Norbert Franz aus Gesundheitsgründen vor der konstituierenden Sitzung zurückgetreten. Die Amtsgeschäfte führt der erste Beigeordnete Winfried Gassen. Auch in Lösnich steht die Tür für Kandidaten noch einige Wochen offen.

In Erden gab es am 7. Juni keinen Kandidaten für die Urwahl. In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates stellte sich dann Alois Kaufmann zur Wahl, der bereits von 1994 bis 2004 Ortsbürgermeister war. Die beiden Wahlgänge gingen jeweils unentschieden aus. Die Amtsgeschäfte führt erst einmal der wiedergewählte erste Beigeordnete Stefan Justen.

Gewählt werden muss auch noch einmal im Ürziger Gemeinderat. Dort erhielten zuerst Josef Loosen und dann auch Nicole Rees keine Mehrheit für das Amt des ersten Beigeordneten. Beide gehören der Liste von Ortsbürgermeister Arno Simon an, die im Gemeinderat die Mehrheit (sieben von zwölf Sitzen) hat. Nach jeweils zwei erfolglosen geheimen Wahlgängen verließen die Mitglieder der Simon-Liste den Saal. Arno Simon wertet das Ergebnis aber nicht als Niederlage. Ein Mitglied seiner Liste habe kurzfristig auch Ambitionen auf ein Beigeordneten-Amt angemeldet und deshalb seine Stimme verweigert. In der nächsten Sitzung werde es bei der erneuten Wahl zu keinen Problemen kommen, glaubt Simon. "Denn wir haben eine Super-Truppe", sagt der Ortsbürgermeister.

Ratsmitglied Patrick Schenk (VBB) sieht Simons Position dagegen geschwächt. "Es geht offenbar nicht immer, wie er will. Selbst eigene Leute verweigern ihre Zustimmung", sagt er.