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Nikolaus von Kues und der Heilige Stuhl

Nikolaus von Kues und der Heilige Stuhl

"Cusanus und die Päpste" zeigt sich der Beziehung des Mannes von der Mosel zu Renaissancepäpsten

Bernkastel-Kues (red) In einem kleinen Festakt wird die neue Ausstellung "Cusanus und die Päpste" am Freitag, 23. Juni, um 19 Uhr im Gotischen Saal des St.-Nikolaus-Hospital/Cusanusstift in Bernkastel-Kues eröffnet. Ein Grußwort spricht Dr. Kai-Michael Sprenger vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Mainz. Der Eintritt ist frei.
Kaum eine deutschsprachige Persönlichkeit des 15. Jahrhunderts stand in so engem Kontakt zu den Renaissancepäpsten wie Nikolaus von Kues.
Trotz seiner bürgerlichen Herkunft wurde er aufgrund seiner Verdienste für die Kirche und das Papsttum 1448 zum Kardinal ernannt.
Damit gehörte Nikolaus von Kuesals als einer von zwei Deutschen zu dem damals nur aus 26 Personen bestehenden Kardinalskollegium, deren Mitglieder vor allem aus mächtigsten europäischen Adelsfamilien, wie den berüchtigten Borgia, stammten.
Obwohl er in diesem Gremium stets ein Außenseiter blieb, gehörte er zu den wichtigsten Beratern des Papstes und bekam bei der Papstwahl von 1447 sogar selbst einige Stimmen.
Eine gute Freundschaft verband ihn mit Papst Pius II., der nur wenige Tage nach Cusanus im Jahre 1464 verstarb. In der Ausstellung "Cusanus und die Päpste", sollen die vielfältigen Beziehungen des Nikolaus von Kues zum Papsttum und zu dessen Vertretern, aber auch des St. Nikolaus-Hospital zu Rom, das bis zum Ende des 18. Jahrhunderts dem Heiligen Stuhl unterstellt war, nachgezeichnet werden.
Die Ausstellung in Bernkastel-Kues, die in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung an der Theologischen Fakultät und der Universität Trier entstanden ist, ist bis 15. Dezember von Montag bis Freitag jeweils 9 bis 12 Uhr im St. Nikolaus-Hospital zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Ebenfalls am Freitag, 23. Juni, veranstaltet das Institut für Cusanus-Forschung ab 13.30 Uhr im Cusanus-Geburtshaus einen Studientag zu "Cusanus und die Päpste", der allen offen steht. Näheres findet sich auf der Homepage des Cusanus-Instituts. Auch hier ist der Eintritt frei.
Alle Veranstaltungen werden im Rahmen des kulturhistorischen Netzwerkes "Papstgeschichten im Südwesten" angeboten, das anlässlich der aktuellen Großausstellung unter dem Titele "Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt" (noch bis 31. Oktober) der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim ins Leben gerufen wurde.