Nobilis und Nordmann
Zum Weihnachtsbaum-Einschlagen hatte der Eigenbetrieb Gemeindeforst Morbach in den Distrikt Heidenpütz an der Römerstraße bei Elzerath eingeladen.
Morbach. (red) Forstrevierleiter Guido Haag organisierte erstmals mit den Forstwirten sowie den Eltern und dem Personal des Kindergartens Weiperath ein anspruchsvolles Nebenprogramm. Einige Hundert Bürger der Gemeinde aus allen Ortsbezirken ließen es sich nicht nehmen, mit ihren Kindern und Angehörigen zur Weihnachtsbaumkultur zu kommen. Die Auswahl war in diesem Jahr nicht schwer, zumal Weihnachtsbäume für alle Wünsche da waren. Neben den heiß begehrten Nobilis und Nordmanntannen fanden aber auch Fichten und Blaufichten Abnehmer. Die Forstwirte Andreas Bastian, Jörg Gorges, Edwin Roth und Jürgen Schreiner sorgten dafür, dass die ausgesuchten Bäumchen fachmännisch abgeschnitten und in ein Netz gezogen wurden. Währenddessen boten die Eltern und Erzieherinnen des Kindergartens Weiperath in eigens aufgestellten Hütten neben Glühwein, Kinderpunsch und weiteren Getränken auch Brühwürstchen und Kuchen an. Wahrscheinlich hat der berühmte römische Gelehrte Au sonius, als er im Jahre 368 n. Chr. die Römerstraße über den Hunsrück befuhr, in "Tabernae" beim Heidenpütz eine Rast in der dortigen Siedlungsstelle eingelegt. Etwa 300 Meter oberhalb der Römerstraße erkennt man auf Reihe gesetzte Quarzitsteine. Umgangssprachlich wird der so eingefriedete Platz "Juden- oder Heidenfriedhof" genannt. Der Werkleiter des Forstbetriebes, Berthold Staudt, ließ es sich nicht nehmen, hierüber in mehreren Führungen zu informieren.