"Noch haben wir nicht gewonnen"

Die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner hat auf ihrer Wahlkampftour in Morbach vor 350 Besuchern dargelegt, was sie im Falle einer erfolgreichen Wahl als Ministerpräsidentin besser machen will als die bisherige rot-grüne Regierung.

Morbach. Schulden, innere Sicherheit, Bildung, Familien, Flüchtlinge: Julia Klöckner, Spitzenkandidatin der CDU für die rheinland-pfälzische Landtagswahl am 13. März, hat bei ihrem Besuch in der Morbacher Baldenauhalle zahlreiche Themen angesprochen, denen sie sich im Falle einer für die CDU erfolgreichen Wahl als künftige Ministerpräsidentin widmen will. "Vieles wollen wir besser machen", sagt "die Julia", wie der CDU-Kreisvorsitzende Alex Licht die 43-Jährige vor den 350 Besuchern mehrfach nennt. Entscheidungen sollen von Mainz und den Mittelbehörden mehr auf die Kommunen verlagert werden. Und es soll Schluss sein für Fehlanreize bei Programmen für die Gemeinden, sagt Klöckner. "Von den zehn meistverschuldeten Städten in Deutschland liegen fünf in Rheinland-Pfalz", kritisiert sie. Im Bereich Bildung spricht sich Klöckner gegen die, wie sie sagt, von "Rot-Grün angestrebte Einheitsschule" aus.
Landtagswahl 2016


In Schulen müsse mehr Qualitätssicherung erfolgen, Bildungspolitik müsse messbar gemacht werden. "Wir müssen für eine Balance sorgen und für jeden die richtige Bildung finden", sagt sie. Großen Applaus erhält die Spitzenkandidatin bei ihrem Plädoyer für mehr Polizisten. "Wir haben in Rheinland-Pfalz die geringste Polizeidichte in ganz Deutschland", sagt sie.
Und dann spricht Klöckner das Thema Flüchtlinge an, das sie bewusst an das Ende ihrer Ausführungen stellt. Menschen, die um ihr Leben rennen, müsse geholfen werden, doch andere ohne Bleibeperspektive müssten zurückgeschickt werden. Menschen, die hier bleiben, müssten integriert werden, sagt sie. Wichtig dabei sei die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Denn es kämen Leute aus Ländern, die ein anderes Frauenbild haben. Klöckner: "Wir müssen den Leuten beibringen, dass es bei uns anders tickt." cst