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Noch immer Schneebruch und gesperrte Straßen im Hunsrück

Winter : Noch immer Schneebruch und gesperrte Straßen

Die Situation auf den Höhenlagen des Hunsrücks bleibt angespannt.

Die Schneelage sorgt weiter für Verkehrsbehinderungen in Hunsrück und Hochwald. Grund sind die großen Mengen Schnee, die auf den Bäumen liegen und durch deren Gewicht weiterhin ganze Bäume umzuknicken drohen. Wegen dieser aktuellen Gefahr bleibt die B 269 von Morbach in Richtung Birkenfeld ab Hüttgeswasen weiterhin gesperrt. Momentan seien die Verwaltung des Nationalparks, die Kommunen und die privaten Waldbesitzer damit beschäftigt, Gefahrenbäume von einem Unternehmer entlang der Bundesstraße entfernen zu lassen, sagt Karsten Becker, Leiter der zuständigen Straßenmeisterei Birkenfeld. „Sobald die schlimmsten Bäume weg sind, können wir die Strecke wieder freigeben“, sagt er. Allerdings ist die Lage derzeit noch sehr unübersichtlich. Deshalb sei es unklar, ob es noch zwei Tage, eine ganze Woche oder noch länger dauert, bis dort wieder Autos fahren können.

Es sei auch eine Entscheidung des Unternehmers, der die Bäume entfernt, ob die Arbeiten erledigt werden können oder ob es für die Arbeiter zu gefährlich ist. Hinzu kommen widrige Wetterumstände: In dem betreffenden Gebiet war es am Montag äußerst neblig. „Man sieht die Hand vor Augen nicht“, sagt Becker. Zusätzlich würden die Arbeiten durch Autofahrer behindert, die trotz der Sperrschilder auf der B 269 weiterfahren und sich so in Gefahr begeben.

Freie Fahrt heißt es inzwischen wieder auf der L 164, die von der B 269 zur Hunsrückhöhenstraße bei Bäsch führt. Die Sperrung der Straße, über die auch das Wintersportgebiet Erbeskopf erreichbar ist, sei inzwischen ausgelaufen, sagt Manuel Follmann, Sprecher der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich. „Aufgrund des Endes der Schulferien und der Arbeitsaufnahme vieler Berufstätiger wird davon ausgegangen, dass das Verkehrsaufkommen deutlich zurückgehen wird. Von einer weiteren Sperrung wird unter der Woche daher bis auf Weiteres abgesehen“, sagt er. Dies könne sich jedoch ändern, wenn es die Verkehrslage erfordert.

Vera Höfner, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Thalfang, weist auf die zahlreichen abgebrochenen Äste hin, die neben der Fahrbahn der L 164 und der Auffahrt zum Erbeskopfgipfel liegen und von der hohen Schneebruchgefahr in dem Gebiet zeugen. Deshalb soll am kommenden Wochenende die verkehrsmäßige Erreichbarkeit des Erbeskopfes wieder eingeschränkt werden, kündigt Follmann an.

Anders sieht es auf dem Idarkopf im Nachbarkreis Birkenfeld aus. Dort bleibt die Straße bis auf weiteres gesperrt, sagt Silke Haller von der Kreisverwaltung Birkenfeld. Es bestehe Gefahr durch Schneebruch.