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Noch kein Urteil im Prozess um Drogenschmuggel in der JVA Wittlich

Noch kein Urteil im Prozess um Drogenschmuggel in der JVA Wittlich

Vor dem Amtsgericht Wittlich ist am Donnerstagnachmittag der Prozess gegen einen 42-jährigen, zurzeit suspendierten Beamten der Justizvollzugsanstalt Wittlich auf kommenden Donnerstag, 12. Juni, vertagt. Ein wichtiger Zeuge blieb trotz Ladung der Verhandlung fern.

Der Beamte hatte bereits am ersten Prozesstag Mitte Mai eingeräumt, dass er Gefangenen der JVA unerlaubt Kaffee und Tabak von außen in die JVA mitgebracht hatte. Er bestritt aber, gewusst zu haben, dass sich in zwei Paketen Hasch befunden hatte. Diese waren ihm von der Schwester eines Häftlings übergeben worden.

Diese sagte am Donnerstag vor Gericht aus, dass sie dem Beamten lediglich mitgeteilt hatte, dass sich in den Päckchen Tabak, Haargummis und Lakritz befunden habe. In den Lakritzdosen hatte sie jedoch die Betäubungsmittel versteckt - die Sache flog auf, als der 42-jährige Angeklagte im September das zweite Packchen in die JVA bringen wollte und aufgrund eines Hinweises an die Polizei kontrolliert wurde.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte zumindest hätte ahnen können, dass in dem Paket auch Drogen versteckt gewesen waren und stützt sich dabei auf die Aussage eines ehemaligen Häftlings. Dieser hatte vor dem Prozess ausgesagt, dass er dem Beamten während seiner Gefängniszeit mitgeteilt hatte, dass eben jeder Häftling, an den die Pakete gingen, weiter mit Drogen zu tun habe.

Der Informant allerdings erschien am Donnerstag trotz Ladung nicht vor Gericht. Da die Staatsanwaltschaft auf seine Aussage nicht verzichten möchte, musste der Prozess vertagt werden: Am kommenden Donnerstag, 12. Juni, soll der Ex-Häftling nun von der Polizei vorgeführt werden.